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Abrechnung

13.02.2015

Mal weniger, mal mehr

Grundschulsanierung billiger, Bad deutlich teurer

Fast acht Jahre lang hat sich der Sendener Architekt Martin Maslowski an der Sanierung der Illertisser Grundschule abgearbeitet. Nun, da alles fertig ist und weit gehend alle Rechnungen aufaddiert sind, legte er dem Bauausschuss Rechenschaft ab. Er bekam für seine Arbeit weitgehend Lob, denn obwohl manches teurer geworden war als veranschlagt, hatte er nach den vorliegenden Zahlen sehr ordentlich gewirtschaftet und trug keine Schuld daran, dass manches in und am Gebäude deutlich mehr kostete.

Für die Sanierung des Schulhauses standen ihm 5,887 Millionen Euro zur Verfügung. Er brauchte knapp 90000 Euro weniger. Dabei musste er mit einigen unvorhergesehene Schwierigkeiten fertigwerden. So wurden etwa unter dem Dach Fledermäuse entdeckt, weshalb eine belüftete Neukonstruktion nötig wurde, in Sporthalle und Aula zeigten sich statische Mängel, in den WC-Anlagen fand sich Asbest. Und dann sattelte der Stadtrat auch noch den einen oder anderen Wunsch drauf, etwa nach einem 72000 Euro teuren Blockheizkraftwerk. Ungeplant war auch die 70000 Euro teure Sanierung der Fahrradhalle. Trotz dieser und noch einiger anderer nicht kalkulierbarer Kostenmehrungen, wurde laut Maslowski so sparsam gewirtschaftet, dass trotzdem weniger als geschätzt zu zahlen war.

Das lässt sich von der Gestaltung der Außenanlagen nicht sagen. Die Schlussabrechnung liegt noch nicht vor, doch die einmal angesetzten 250000 Euro waren nicht zu halten, unter anderem weil der sogenannte Hauptsammler, der von Wurzeln durchzogen war, für 60000 Euro erneuert werden musste. Weil noch andere Unwägbarkeiten hinzugekommen seien, werde die Endabrechnung wohl bei 352000 Euro landen, schätzte Maslowski.

Ausgesprochen teuer wurde bekanntlich die Aufarbeitung des Lehrschwimmbeckens, das ursprünglich mal mit 1,5 Millionen Euro angesetzt war. Es war jedoch maroder als angenommen, und so wird der Schlussstrich vermutlich unter einer Zahl stehen, die nach letzten Schätzungen so aussehen wird: 2,133Millionen Euro. Maslowski hatte sogar zwischenzeitlich gut 60000 Euro mehr angesetzt, deshalb sagte er: „Die ganze Geschichte ist eigentlich ganz gut abgegangen.“

Das wiederum fand Ansgar Batzner (FW) nicht unbedingt. Er konnte nicht verstehen, dass einiges deutlich teurer geworden sei, der Architekt aber trotzdem von Einsparungen sprach. Da sprang ihm Willi Fischer (CSU) zur Seite. Er müsse den Planer in Schutz nehmen, denn einerseits hatte der Stadtrat immer wieder Wünsche draufgesattelt, und für die Steigerung beim Bad sei Maslowski nicht verantwortlich zu machen. Bürgermeister Jürgen Eisen war ebenso wie die Grundschullehrerin Helga Sonntag („Das war keine Luxussanierung, wir freuen uns jeden Tag“) der Meinung, Maslowski habe einen guten Job abgeliefert. Er betreut auch die Sanierung der Mittelschule. (hip)

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