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Dietenheim

12.06.2018

Mann sperrt Hunde bei Hitze im Auto ein

Die Polizei war in Dietenheim im Einsatz - wegen eines Hundes.
Bild: Alexander Kaya

Gegenüber der Polizei zeigte sich der Hundehalter uneinsichtig.

Ein Mann hat in Dietenheim bei hohen Temperaturen seine beiden Hunde im Auto eingesperrt. Laut Polizei bemerkte ein Zeuge am Montag gegen 9.30 Uhr die Tiere auf einem Parkplatz an der Friedlandstraße. Der Innenraum des Wagens hatte sich bereits aufgeheizt, weswegen sich der Zeuge auf die Suche nach dem Besitzer machte. Er fand den 83-Jährigen in einer nahe gelegenen Arztpraxis und machte ihn auf die gefährliche Situation aufmerksam. Den Hundehalter interessierte das aber nicht – er beschimpfte den Zeugen. Auch gegenüber der hinzugerufenen Polizisten zeigte er sich uneinsichtig. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Die Polizei warnt: Hohe Temperaturen und strahlender Sonnenschein können auch Schattenseiten haben. Gerade für Hunde wird es im Auto schnell unerträglich. Bei 28 Grad im Freien ist der Innenraum schon nach zehn Minuten 35 Grad heiß, nach einer halben Stunde sind es bereits 50 Grad. Der Kreislauf eines Hundes sei zudem wesentlich sensibler als eines Menschen. Die Temperatur können Hunde nicht durch Schwitzen ausgleichen, stattdessen hecheln sie. Dabei verlieren die Vierbeiner sehr viel Flüssigkeit, die rasch ersetzt werden muss. Sonst droht dem Vierbeiner ein Kreislaufkollaps, der tödlich enden kann.

Wer im Schatten parkt, muss laut Polizei wissen, dass dieser schnell wandert. Schon bald kann der Wagen wieder in praller Sonne stehen. Die Fenster einen Spalt zu öffnen, genügt nicht. Wer sie weiter offen lässt, kann Probleme mit der Versicherung bekommen. Deshalb rät die Polizei, keine Tiere im Auto zurück zu lassen, auch nicht für vermeintlich kurze Zeit. Schnell wird man aufgehalten - vielleicht zu lange für das Tier.

In solchen Fällen muss mitunter die Polizei das Auto öffnen und den Vierbeiner retten. Die Kosten trägt der Verantwortliche. Zudem ermitteln die Beamten meist auch wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz, wie in diesem Fall.

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