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Marktrat

16.03.2011

Markt Altenstadt träumt vom „eigenen Auto“

Gremium spricht sich gegen Vertrag mit Firma aus

Altenstadt Es hört sich nach einem guten Angebot an: Die Gemeinde bekommt ein Auto – quasi geschenkt. Das können dann Vereine für Ausflüge nutzen oder auch die Bauhofmitarbeiter, um etwas zu transportieren. Die Gemeinde bezahlt lediglich Versicherung, Reparaturen und den Sprit. Den Wagen stellt eine Firma kostenlos zur Verfügung. Doch die will natürlich auch ein Geschäft machen. Deshalb organisiert sie örtliche Unternehmen, die den Wagen als Werbefläche nutzen können und dafür im Schnitt 300 Euro im Jahr löhnen.

„Das ist eine gute Sache – für die anbietende Firma“, meinte Helmfried Stölzle (FWG), als Bürgermeister Wolfgang Höß dem Marktrat ein solches Angebot vorstellte. Und so waren sich die Räte auch schnell einig: Wieso eine Firma das Geschäft machen lassen, wenn es die Gemeinde auch selbst machen könnte?

Hubert Berger ( CSU) und Winfried Rau (FWG) sorgten sich außerdem, dass die anbietende Firma beim Verkauf der Werbung massiv vorgehen könnte. Schließlich kommt ein Vertrag mit der Gemeinde nur zustande, wenn der Anbieter mindestens 30 Werbepartner auftreiben kann.

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Stefan Partsch (SPD) warnte zudem, dass örtliche Unternehmen, wenn sie in diese Form von Werbung investieren, nicht mehr so bereitwillig als Sponsoren für andere Vereinsangelegenheiten auftreten könnten. Und Richard Möst (CSU) merkte an, kleine Firmen könnten mit einem solchen Werbebeitrag überfordert werden.

Trotzdem wurde der Tenor laut: Es gäbe genügen Möglichkeiten, ein solches Fahrzeug zu nutzen. Deshalb die Idee von Berger: „Wir bitten die örtlichen Unternehmer um einen einmaligen Betrag und kaufen das Fahrzeug selbst.“ Höß schlug vor, mit den örtlichen Autohändlern über Möglichkeiten zu sprechen, den Wunsch vom eigenen Auto zu verwirklichen. Zudem wolle die Verwaltung den Kontakt mit möglichen Werbepartnern suchen.

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