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Trotz steigender Infektionszahlen: Kliniken halten wenige Intensivbetten frei
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08.07.2010

Mehr Patienten in den drei Kliniken

Die Illertisser Illertalklinik weist laut Kreistagsbericht eine positive Fallzahlen-Entwicklung auf. Foto: arc/evb
Bild: arc/evb

Landkreis In den drei Krankenhäusern im Landkreis Neu-Ulm sind im ersten Halbjahr insgesamt über 100 Patienten mehr als im Vergleichszeitraum 2009 behandelt worden. Während die Zahl in Weißenhorn auf hohem Niveau exakt gleich geblieben ist, verzeichnen die Kliniken in Illertissen und Neu-Ulm Zuwächse von 3,40 und 0,70 Prozent. Obwohl im Vorjahr ein neuer Höchststand bei den sogenannten Fallzahlen erreicht worden sei, "besteht konstant hoher Zuspruch", so Stiftungsdirektor Konrad Hunger gestern im Kreistags-Krankenhausausschuss.

In manchen Bereichen stießen die Kliniken bereits an die Kapazitätsgrenzen. Hunger führt die Zuwächse unter anderem auf die bereits erfolgte Erweiterung des medizinischen Spektrums zurück, das in Zukunft noch erweitert werde. Sein Fazit: "Das Strukturkonzept trägt Früchte."

Wie kann der Geburtenrückgang aufgefangen werden?

Für gewisse Erheiterung am Ratstisch sorgten Konrad Hungers Ausführungen zu den Geburtenzahlen. Sowohl in der Illertal- als auch in der Donauklinik sind sie - dem bundesweiten Trend folgend - rückläufig. Hunger gab seiner Hoffnung Ausdruck, diese Entwicklung bis Jahresende "auffangen" zu können. Feixender Zwischenruf aus dem Gremium: "Wie wollen Sie das machen?"

Mehr Patienten in den drei Kliniken

Der Umbau und die Erweiterung der Weißenhorner Stiftungsklinik hat große Fortschritte gemacht. Die Fassade sei fertiggestellt, der Innenausbau weitgehend abgeschlossen und die neue Küche so gut wie fertig. Derzeit gehe es noch um Feinheiten, bis die Abnahme erfolgen kann. Momentan werden laut Konrad Hunger Vorbereitungen zum Bau eines Blockheizkraftwerkes getroffen. Der "schwierigste Teil" des Umbaus, die Altbau-Sanierung, läuft jedoch nicht wie ursprünglich geplant ab. Aus statischen Gründen müssen während der Arbeiten zwei Stationen geschlossen werden. Hunger will nicht ausschließen, dass sich dies negativ auf die Erlöse auswirken wird.

Probleme gibt es auch derzeit bei der Donauklinik, da die Zufahrt wegen des Ausbaus der Krankenhausstraße nur unter erschwerten Bedingungen möglich sei. Konrad Hunger bedauerte es zudem, dass er noch keine Auskunft über den geplanten weiteren Ausbau ("Bauabschnitt 4") des Neu-Ulmer Krankenhauses geben könne. Das bayerische Kabinett vertagte wegen der Bundespräsidentenwahl eine Entscheidung. Das Thema soll jedoch am 13. Juli auf der Agenda des Ministerrats stehen.

Die Sanierung des Altbaus der Illertalklinik liegt laut Hunger ebenfalls im Zeitplan, im Inneren sind die Handwerker dabei, alles für den Einzug der TCM-Klinik ("Traditionelle chinesische Medizin") herzurichten. Mit dem Bau der Zentralen Sterilisation werde in Bälde begonnen.

Die formalen Vorbereitungen, Einrichtung von 20 akutgeriatrischen Betten im Illertisser Krankenhaus, sind weitgehend abgeschlossen. Das entsprechende Konzept durchläuft derzeit die diversen Genehmigungsinstanzen. (kr)

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