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Illertissen

25.02.2015

Mehr Raser und mehr Falschparker

In Illertissen wurden 2014 mehr Raser und Verkehrssünder erwischt.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Illertissens Bürger fielen 2014 durch schlechtere Verkehrsmoral auf. Probleme gibt es vor allem an Kindergärten und Schulen.

Es lohnt sich mittlerweile für Illertissen auch finanziell, wenn die Stadt den Verkehr überwachen lässt: Raser und Falschparker bescherten der kommunalen Kasse im vergangenen Jahr 5422,57 Euro. So viel brachte die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) ein, an der auch noch andere Kommunen beteiligt sind. Doch Senden, Vöhringen und Unterroth zahlen teils gehörig drauf.

Warum bei Illertissen ein deutliches Plus in der Jahresrechnung steht, liegt vor allem an den „gestiegenen Fallzahlen“, wie KVÜ-Leiterin Tanja Knopf den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses erklärte. Zu Deutsch: Es wurden mehr Autofahrer erwischt, die entweder zu schnell fuhren oder falsch parkten. Dabei konnte die KVÜ gar nicht so oft ausrücken, wie sie sollte, denn wegen krankheitsbedingter Ausfälle wurde das festgelegte Stunden-Soll nicht erreicht, sagte Tanja Knopf, die seit Oktober vergangenen Jahres in Diensten der Kommunen die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung maßgeblich überwacht. Die Ausfälle ließen sich nach den Worten von Bürgermeister Jürgen Eisen nicht so einfach wett machen. Die beiden Außendienstmitarbeiter, die in der Stadt ihre Runden drehen, seien speziell geschult und daher nicht so leicht zu ersetzen.

Ein Problem stellen mittlerweile vor allem Raser dar, die vor Schulen und Kindergärten zu heftig aufs Gaspedal drücken, sagte Tanja Knopf. Da hätten sich „viele Schwerpunkte“ gebildet. Allerdings haben die Tempofahrer nicht mit den Anwohnern gerechnet, die regelmäßig die KVÜ darauf hinweisen, wo es wieder besonders schlimm sei. Auch die Zahl der Falschparker sei gewachsen. Auch da gebe es Probleme an Schulen und Kindergärten, etwa wenn Eltern einfach auf den Bushaltestellen stehen bleiben, wenn sie ihren Nachwuchs abliefern, sagte Tanja Knopf gegenüber unserer Zeitung.

Während in den vergangenen Jahren stets der Ruf erschallte, die Verkehrsüberwachung möge sich doch speziell der Probleme rund um den Illertisser Marktplatz annehmen, so ist der nach den Worten von Tanja Knopf nicht mehr das herausragende Problem. Er bewege sich eher „im Mittelfeld“ und ist ihrer Einschätzung nach nicht überragend problematisch, wie sich gezeigt habe.

Warum Städte wie Senden und Vöhringen bei der KVÜ draufzahlen, hat mit den „Fallzahlen“ zu tun, nach denen die Kosten verteilt werden: Wo mehr passiert, da wird auch mehr abkassiert. In Senden und Vöhringen scheint im Straßenverkehr mehr Disziplin eingekehrt zu sein. „Sinkende Fallzahlen“, heißt das im Fachjargon. Eine große Rolle spielt in Vöhringen die Abschaffung der Parkscheibenpflicht im Stadtcenter im Bereich der Parkstraße. In Illertissen wurde schlicht mehr gerast und falsch geparkt als früher.

Zur Erinnerung: In der Vöhlinstadt schrieb die KVÜ noch 2012 Miese: rund 15 000 Euro, anderswo fiel das Defizit noch höher aus. Dann wurden die „Ticketpreise“ raufgesetzt – und in Illertissen stand 2013 unter dem Strich ein Plus von 7500 Euro, während andere Kommunen nur das Minus reduzierten.

Der Ausschuss nahm den Bericht ohne Debatte zur Kenntnis.

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