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Regglisweiler

28.06.2017

Mehr Raum für Besinnung

Friedhof (Symbol)
Bild: Szilvia Izso

Der Friedhof in Regglisweiler wird vergrößert. Diese Erweiterung ist nur eine von vielen Ausgaben, die noch anstehen.

Whisky, Religion und Ehrenamt – die Themen in der jüngsten Sitzung des Dietenheimer Gemeinderats waren diesmal breigefächert:

Friedhof: Der alte Kindergarten in der Schulstraße in Regglisweiler wird abgerissen. Dadurch entsteht Platz für eine Friedhofserweiterung. Der Reutlinger Stadtplaner Clemens Künster hat jetzt zwei Varianten vorgestellt. Der Gemeinderat entschied sich letztlich für die Möglichkeit mit dem größeren Parkplatz mit insgesamt 27 Stellplätzen. Künster schätzte die Kosten auf knapp 400000 Euro. Wegen der Schule, den Sportanlagen und der Kirche in der Nähe sei der Bedarf an Parkplätzen dort immer hoch, argumentierten die Räte. Die Friedhofserweiterung umfasst einen Raum der Besinnung, Gemeinschaftsgrabfelder und Platz für Urnenwände. Der Raum der Besinnung soll durch Mauern und Hecken vom übrigen Friedhof abgetrennt sein und Gelegenheit zur stillen Andacht bieten. Die Bauarbeiten sind für das Frühjahr 2018 geplant. Zukünftig will der Gemeinderat auch noch über die Friedhofsbäume diskutieren. Denn bereits vor der Sitzung beschwerten sich Bürger über diese. Herabfallende Blätter und Zweige würden den Friedhof verschmutzen, so die Regglisweiler.

Feuerwehr: Bei der Dietenheimer Wehr steht eine Neuanschaffung an. Der 28 Jahre alte Rüstwagen RW2 soll ersetzt werden. Um einen höheren Zuschuss vom Landratsamt zu bekommen, haben Dietenheim und Illertissen eine Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit im Brandschutz nun auch schriftlich festgehalten. In der Praxis wurde das bisher schon gehandhabt.

So fährt die Feuerwehr Illertissen im Notfall Einsätze mit ihrer Drehleiter in Dietenheim. Die Dietenheimer helfen im Gegenzug bei Einsätzen am bayerischen Ufer der Iller mit. Im Haushalt sind für ein neues Feuerwehrauto 550000 Euro vorgesehen. Im Mai erhielt die Stadt bereits einen Zuschussbescheid in Höhe von 212500 Euro. Der neue Rüstwagen soll nun ausgeschrieben und im Laufe des kommenden Jahres gekauft werden.

Schule: Die Grundschule Regglisweiler sowie die Förderschule (SBBZ) werden neue Namen bekommen. Die zwei Bildungseinrichtungen wollen damit einen gemeinsamen, identitätsstiftenden Titel schaffen. Weil ein Name für beide Häuser rechtlich aber nicht möglich ist, soll die Grundschule „Brandenburg-Grundschule Regglisweiler“ heißen – in Anlehnung an das Kloster Brandenburg. Die Förderschule wird in „Brandenburgschule – Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen Dietenheim-Regglisweiler“ umbenannt. Aus rechtlichen Gründen müsse der lange Zusatz sein, sagte Direktor Michael Necker. Im allgemeinen Sprachgebrauch solle sich für beide Bildungseinrichtungen der Name Brandenburgschule einbürgern.

Anbau: Der Türkisch-Islamische Kulturverein aus Dietenheim wollte sein Gebäude in der Illertisser Straße aufstocken. In dem Anbau sollte ein Gebetsraum entstehen. Der Gemeinderat lehnte den Antrag jedoch aus städtebaulichen Gründen ab: Der Anbau sei zu dominant im Vergleich zum bestehenden Haus, sagten mehrere Räte. Außerdem sei die Parksituation an dieser Stelle auch ohne Gebetsraum schon heikel.

Whisky: Die Regglisweiler Brennerei Feller will eine Scheune in ein Whiskylager mit einem Bereich für Events und Verkostungen umbauen. „Davon profitiert Regglisweiler wirklich“, sagte Bürgermeister Christopher Eh. Der Veranstaltungsort würde zudem Besucher in den Ort locken. Der Gemeinderat stimmte dem geplanten Whiskylager zu.

Hochwasser: Die Planungen für den Hochwasserschutz am Fluss Gießen laufen schon seit Längerem. Das Ingenieurbüro BCE Björnsen lieferte jetzt einen Zwischenbericht. Vermutlich werde man bei den Kosten unter den veranschlagten 200000 Euro bleiben, sagte der Bürgermeister. Der Hochwasserschutz wird nach den aktuellen Plänen in drei Schritten erfolgen: Zum einen soll ein Drosselbauwerk den Abfluss des Flusses reduzieren. Auf einer Wiese sollen zum anderen durch Erdabtragungen und einen Deich, der höchstens 0,8 Meter hoch sein werde, ein Rückhaltebecken entstehen. Ein weiterer Deich soll die Hofstelle Rembold vor dem Wasser schützen.

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