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Statistik

05.01.2019

Milder Winter auf dem Arbeitsmarkt: Quote stieg nur leicht

Die Arbeitslosenquote in der Region stieg zwar leicht, doch die Gesamtsituation ist noch immer gut.
Bild: Foto: Jens Büttner/dpa

Im Landkreis Neu-Ulm steigt die Arbeitslosenquote nur gering. Unternehmen haben mit einem Problem zu kämpfen

Der milde Winter wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt in der Region aus: Im Landkreis Neu-Ulm stieg die Quote im Dezember nur um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent. 2069 Menschen waren insgesamt ohne Beruf. „Aufgrund der milden Witterung verzeichnen wir bisher nur geringfügige Zugänge bei den Außenberufen“, berichtet Richard Paul, Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth, die auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständig ist.

Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahren betrug die Quote im Dezember 2,6 Prozent. Das entspricht 860 Personen. 615 ausländische Arbeitslose und 205 Menschen mit Behinderung suchten in diesem Monat eine Beschäftigung. Der regionale Arbeitsmarkt wies weiterhin eine hohe Dynamik auf: Insgesamt haben sich 919 Menschen neu arbeitslos gemeldet, 824 konnten ihre Arbeitslosigkeit dagegen beenden.

Unternehmen finden nur schwer qualifiziertes Personal

Äußerst erfreulich sind der aktuellen Statistik zufolge die neuesten Zahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom Juni 2018: Hier ergab sich im Landkreis Neu-Ulm ein Plus von 3,4 Prozent innerhalb eines Jahres. Einen großen Anteil an dieser Steigerung haben Zuwanderer, aber auch ältere Arbeitnehmer ab 55 Jahren sowie Teilzeitkräfte.

Die gute konjunkturelle Lage hat aber für die Unternehmen einen Nachteil: Sie haben es immer schwerer, Fachkräfte zu finden. „Wir haben zwar über 1700 offene Stellen gemeldet, doch stimmen die aktuellen Qualifikationen der Arbeitssuchenden oftmals nicht mit dem Anforderungsniveau der Betriebe überein“, so Paul. Bei über 80 Prozent der offenen Stellen lagen die Anforderungen auf Fachkräfteniveau oder höher. Gemeldet wurden vor allem Stellen in der Lagerwirtschaft, im Verkauf oder als Berufskraftfahrer. Das neue Qualifizierungschancengesetz verbessert laut Paul aber unter anderem die Weiterbildungsförderung für diejenigen, deren berufliche tätigweit aufgrund von Digitalisierung und Strukturwandel bedroht sei. Auch Arbeitslose könnten sich flexibler beruflich weiterbilden als zuvor.

Landkreis Unterallgäu hat die geringste Quote seinem Agenturbezirk

Auch die Arbeitsagentur Kempten-Memmingen verzeichnete im vergangenen Monat einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote. Sie stieg ebenfalls um 0,1 Prozent auf insgesamt 2,4 Prozent. Trotz der leicht höheren Quote ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Allgäu auf einem Allzeithoch.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sank vor dem Jahresende etwas, weil Betriebe die Einstellung neuer Mitarbeiter ins neue Jahr verschieben. Allein 160 der der 1400 ausgeschriebenen Jobs waren in der Hotel- und Gastrobranche für die Betreuung von Feriengästen an Weihnachten und in den Folgewochen. Der Landkreis Unterallgäu hatte mit einer Arbeitslosenquote von 1,7 Prozent wieder den geringsten Wert im Agenturbezirk. Im Unterallgäu waren im Dezember insgesamt 1395 Menschen arbeitslos. (az)

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