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Welt-Nichtrauchertag

31.05.2015

Mit Hypnose gegen das Rauchen

Wie schafft man es nur, mit dem Rauchen aufzuhören?
Bild: Armin Weigel/dpa (Symbolbild)

Der Welt-Nichtrauchertag ist für manchen ein idealer Start, um sich vom Glimmstängel zu verabschieden. Oliver Hofmann hat dafür ein besonderes Rezept.

Oliver Hofmann hat es geschafft. Seit fünf Jahren ist der Klosterbeurer überzeugter Nichtraucher. „Durch Selbsthypnose ist es mir gelungen“, verrät er. Aber anstatt Hypnose-Sitzungen zu besuchen, hat er sich gleich selbst zum Hypnose-Therapeuten ausbilden lassen. Mit den dabei gemachten Erfahrungen möchte er auch anderen zum Erfolg verhelfen. „Mein Ziel ist es, im Jahr 2015 100 Raucher von ihrem Drang nach Zigaretten zu befreien“, sagt er.

Ursprünglich hat Hofmann Betriebswirtschaft studiert. Die Ausbildung zum Hypnose-Therapeuten habe er eigentlich absolviert, um selbst von der Zigarette loszukommen, verrät er. Doch dann hätten ihn die Kurse in Ulm und München so fasziniert, dass er in Krumbach seine eigene Hypnose-Praxis eröffnet hat. Dort möchte er auch anderen Menschen helfen, vom Rauchen und anderen Problemen, zum Beispiel Prüfungsangst oder Übergewicht, loszukommen. Außerdem bietet er auch Kurse für Interessierte an, die das Hypnotisieren selbst erlernen möchten.

Dank Selbsthypnose ist es Oliver Hofmann gelungen, ein für allemal vom Glimmstängel loszukommen. Als Hypnose-Therapeut möchte er jetzt auch anderen helfen, sich von ihrem Drang nach Zigaretten zu befreien.
Bild: Claudia Bader

Mit Rauchen aufhören: „Willenskraftmethode“ ist nicht so oft erfolgreich

Jedes Jahr starteten viele Raucher unzählige Versuche, um sich von der Zigarettensucht zu lösen. In den meisten Fällen setzten sie auf die sogenannten „Willenskraftmethode“, gefolgt von Medikamenten, Pflastern und Akupunktur. Leider sei die Erfolgsquote nicht besonders hoch und die meisten Versuche scheiterten, weiß Hofmann aus der Praxis: „Hier kann Hypnose sehr gut helfen. Denn sie greift den Zwang zum Nikotin dort an, wo er sich festklammert – im Kopf.“ Wenn Nikotin wirklich ein so hohes körperliches Suchtpotenzial hätte, müssten eigentlich auch Passivraucher süchtig werden, gibt der Hypnose-Therapeut zu bedenken. „Durch Suggestion wird Nichtrauchen ohne Entzugserscheinungen denk- und fühlbar.“

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Hypnose zur Suchtbekämpfung sei mittlerweile ein wissenschaftlich fundiertes und von Ärzten anerkanntes Verfahren. Die Uni Tübingen habe mit entsprechenden Untersuchungen festgestellt, dass bei einer Kombination, zum Beispiel von Hypnose und Verhaltenstraining, Erfolgsquoten von bis zu 80 Prozent erreicht werden können, hat Hofmann in Erfahrung gebracht.

Zwanghaft zur Zigarette greifen

Verglichen mit anderen Therapiemöglichkeiten sei die Trance-Arbeit ein sehr schnelles und tief greifendes Verfahren, sich von Verhaltensmustern zu befreien. In seiner Praxis setzt der Hypnose-Therapeut bereits auf das Kennenlerngespräch mit seinen Klienten. „Ich versuche zum Beispiel herauszufinden, weshalb er in bestimmten Situationen zwanghaft zur Zigarette greift.“

Wenn jemand zu einer Tasse Kaffee unbedingt einen Glimmstängel benötige, könne zum Beispiel die Verwendung einer anderen Kaffeetasse manchmal schon dazu beitragen, das gewohnte Verhalten zu ändern. „Wenn ich die Probleme und Bedürfnisse meines Klienten kenne, kann ich eine Hypnose entwickeln, die gezielt darauf eingeht.“ In vielen Fällen erfolge dies auch in ärztlicher Rücksprache. Doch Hypnose sei keine Zauberei. „Jeder, der vom Rauchen loskommen möchte, muss den festen Willen dazu mitbringen und auf die Selbstheilungskräfte seines Körpers vertrauen“, so Hofmann: „Ich kann meine Klienten anleiten und ihnen helfen. Den Weg zum Nichtraucher muss jeder selber gehen.“

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