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Senden

13.06.2017

Mit Lebensfreude gegen den Krebs

Kamerateams und ein roter Teppich vor dem Bürgerhaus: Die Spendengala „Fuck Cancer“ zog Besucher und sogar ein wenig Glamour in die Illerstadt.
Bild: Angela Häusler

Bei der Spendengala für „Fuck Cancer“ in Senden kommen mehr als 6000 Euro zusammen. Neben der Gründerin der Organisation ist auch regionale Prominenz zu Gast.

Ein roter Teppich und eine weiße Stretchlimousine – es war ein seltener Anblick, der sich am Samstagabend vor dem Sendener Bürgerhaus bot. Zur Spendengala zugunsten der Krebshilfe-Organisation „Fuck Cancer by Myriam von M.“ kamen rund 300 Besucher – Showtalente inklusive. „Wir sind komplett ausgebucht“, freute sich die Veranstalterin, Sendenerin Carola Lo Cicero, über die große Resonanz der Besucher, und fügte hinzu: „Das heißt: Meine Herzensangelegenheit wurde gehört.“ Schließlich spülte jedes Ticket zum Preis von 50 Euro Geld in die Spendenkasse.

„Fuck Cancer“, der Name dieser Hilfsorganisation ist gleichzeitig Kampfansage an ein Leiden, das in Deutschland jedes Jahr mehr als 400000 Menschen neu betrifft. Für Kranke und deren Familien, aber auch die Krebsvorsorge ein Bewusstsein zu schaffen, gehört zu den Zielen der „Fuck Cancer GmbH“, deren Gründerin Myriam von M. zur Gala nach Senden gekommen war. Warum sie sich mit ganzer Kraft für Krebspatienten einsetzt, begründete sie auf der Bühne des Bürgerhauses mit einem schlichten, aber eindrücklichen Statement: „Wir müssen dieser Dreckskrankheit einfach einen Sinn geben“, erklärte sie, und, dass Wegschauen zwar verständlich sei, aber niemandem weiterhelfe. Daher ist sie, selbst bereits als junge Frau an Krebs erkrankt, seit Jahren aktiv, nimmt sich täglich Betroffener und ihrer Familien an, setzt sich in der Öffentlichkeit für sie ein, erfüllt letzte Wünsche. Nicht zuletzt gibt sie ihren Anliegen in der Öffentlichkeit Gesicht und Stimme, unter anderem in Form eines gerade neu erschienenen, von ihr selbst gesungenen Songs, dessen Einnahmen ebenfalls der Initiative zugutekommen.

Doch Myriam von M. war längst nicht der einzige Ehrengast des Abends. Eine bunte Mischung an Persönlichkeiten fand sich für den guten Zweck ein, darunter die Ulmer Boxerin Rola El-Halabi, Extremsportler Thomas Hoffmarck, der indischstämmige Schauspieler Prashant Prabhakar Jaiswal und der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger. Mit Sendens Bürgermeister Raphael Bögge hatte sich auch der Schirmherr der Veranstaltung eingefunden, die bei aller Ernsthaftigkeit in erster Linie der Lebensfreude verschrieben war. Beschwingte, tänzerische Einlagen bot gleich zu Beginn die Tanzabteilung des Fußball Kulturvereins Ulm/Neu-Ulm. Eine ganze Reihe an Musikern rief im Lauf des Abends Begeisterung hervor. Zum Beispiel Supertalent-Finalist Tom Stieben, Nachwuchs-Pianistin Larissa Lo Cicero, Entertainer Tony Fazio oder die Schlagersänger Benjamin Engel und Manuel Dobler. Zum Abendprogramm gehörten auch eine Modenschau sowie unterhalsame Tricks des Gedankenlesers Harry Sher. An dem kurzweiligen Abend waren zahlreiche Sponsoren und freiwillige Helfer beteiligt, die unter anderem für Buffet und Getränke, kleine Gastgeschenke und eine Versteigerung von Sachspenden sorgten. Wie viel Geld an diesem Abend schließlich genau zusammenkam, ist noch nicht ausgerechnet. Doch Carola Lo Cicero schätzt, dass es auf jeden Fall mehr als 6000 Euro sind. Dazu kommt noch ein weiterer Scheck, der in Senden übergeben wurde: Rund 2800 Euro, die eine Gruppe aus 52 Autoren für „Fuck Cancer“ gesammelt hat.

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