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Weißenhorn

25.10.2017

Mit dem Rad durch Wald und Flur

14 Schüler des NKG haben sich in ihrem P-Seminar überlegt, wie sich Touren für Mountainbiker gestalten lassen. Ramona Lezius, Phillip Ufken, Johannes Hartner, Manuel Peter und Jan Schmuck (von links) sind Teil der Gruppe.
Bild: Alexander Kaya

Schüler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums haben fünf Mountainbike-Strecken konzipiert. Sie führen von Weißenhorn aus durch einen großen Teil des Landkreises.

Raus aus dem Klassenzimmer und rauf aufs Rad: Statt mit klassischem Unterrichtsstoff haben sich 14 sportbegeisterte Schülerinnen und Schüler des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums mit einem Thema beschäftigt, das nicht nur sie selbst interessiert, sondern auch weite Teile der Bevölkerung ansprechen dürfte. In einem Projekt-Seminar haben sie Mountainbike-Strecken rund um Weißenhorn konzipiert. Die fünf Rundtouren sind zwischen 20 und 40 Kilometer lang und führen ins Umland bis nach Holzheim, Balmertshofen, Roggenburg, Buch und Bellenberg.

Der Clou: Die Zwölftklässler haben dafür keine neuen Schneisen in den Wald geschlagen oder Hindernisse gebaut, sondern bestehende Wege gesucht, die Radfahrer benutzen können. Der Vorschlag für das P-Seminar kam von Weißenhorns Bürgermeister Wolfgang Fendt, der selbst gerne Rad fährt. Er empfahl den Schülern, die Routen anlehnend an die bestehenden Nordic-Walking-Strecken zu planen und sich noch einen weiteren prominenten Unterstützer ins Boot zu holen: Landrat Thorsten Freudenberger. Der war von dem Projekt ebenso angetan wie NKG-Lehrer Jörn Eysell, der in früheren Seminaren schon mit seinen Schülern per Rad die Alpen überquerte.

Zwar ist die Topografie rings um Weißenhorn beileibe nicht mit dem Gebirge vergleichbar. Dennoch hatten die Gymnasiasten bei ihren Erkundungsfahrten einen Blick darauf, wie sich attraktive Strecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestalten lassen. So führen einige Abschnitte nun über Wald- und Wiesenboden, manche sind geschottert oder asphaltiert. Ausgangspunkt aller fünf Rundtouren ist der Parkplatz am Weißenhorner Waldfriedhof.

Um nicht mit privaten Grundstücks- oder Waldbesitzern in Konflikt zu kommen, haben sich die Teilnehmer des P-Seminars bei ihren Planungen mit den Fachleuten im Landratsamt und mit dem Forstbetrieb Weißenhorn abgestimmt. „Wir haben auch lange überlegt, ob wir die Strecken ausschildern sollen“, erzählt Johannes Hartner. Von dieser Idee kamen die Schüler jedoch ab – der Aufwand und die benötigte Zahl der Tafeln wäre einfach zu groß gewesen.

Eine große Tafel, die alle Touren auf einer Karte zeigt und beschreibt, soll allerdings noch auf dem Parkplatz am Waldfriedhof aufgestellt werden. Ein Flyer mit einer groben Skizze der Strecken ist schon jetzt auf der Internetseite www.weissenhorn.de/freizeit/mtbstrecken.html abrufbar. „Demnächst wird dort auch ein Link zu einer Datei mit den GPS-Daten eingerichtet“, sagt Manuel Peter. Damit sollen die Rundtouren auch in Google Maps auf dem Handy zu sehen sein. Um die technische Umsetzung kümmert sich ebenfalls ein Schüler. „Wir haben auch noch die Aufgabe zu klären, ob andere Gemeinden Flyer oder eine Infotafel wollen“, fügt Johannes Hartner hinzu.

Für die Schüler hat sich die Arbeit nicht nur aus persönlichem Interesse gelohnt. Sie erhalten für das P-Seminar auch eine Note und ein Zertifikat. „Das war spannender als normaler Unterricht“, sagt Phillip Ufken. Manuel Peter ergänzt: „Cool, dass wir auch was Praktisches davon haben.“

Eröffnung Am Samstag, 28. Oktober, stellen die Gymnasiasten die fünf Strecken vor. Es gibt geführte Testfahrten, für die die Schüler das Tragen eines Helms empfehlen. Treffpunkt ist um 10 Uhr am NKG, Buchenweg 10. Um Anmeldung per E-Mail an mtb.weissenhorn@gmx.de wird gebeten.

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