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Lernen

05.02.2019

Mit einer App die heimische Natur entdecken

Pilze, Bäume, Blumen: Mit der App „raus geht´s“ sollen Kinder mit dem Handy die Natur entdecken.

Die Dietenheimer Studentin Vanessa Kammerbauer hat mit ihrem Team ein Smartphone-Programm entwickelt mit dem Schüler etwas über die Umwelt lernen. Damit gewann sie einen landesweiten Wettbewerb.

Oft genug ermahnen Eltern ihre Kinder nicht ständig am Smartphone oder am Computer zu hängen und stattdessen mal an die frische Luft zu gehen. Doch längst schließen sich das Smartphone und draußen sein und die Natur entdecken nicht mehr aus. Das zeigt auch ein Projekt der Dietenheimer Studentin Vanessa Kammerbauer. Die 27-Jährige studiert an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und hat mit ihrem Team bei einem Wettbewerb der Umweltakademie Baden-Württemberg den Ersten Platz belegt.

Die App entstand in kurzer Zeit

Eine Aufgabe bei dem Naturathon genannten Wettbewerb war es, digitale Hilfsmittel zu entwickeln, die Schüler dabei unterstützen, die Natur zu entdecken. Viel Zeit blieb den Wettbewerbsteilnehmern dafür nicht, denn die genaue Aufgabenstellung erfuhren sie erst vor Ort bei dem Wettbewerb in Stuttgart. Es sollten interaktive Module entwickelt werden, die Lehrer im Unterricht einsetzen können. Bei dem Naturathon konnten Programmierer, Studierende aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit, Vertreterinnen und Vertreter von Umweltbildungseinrichtungen aus ganz Baden-Württemberg mitmachen. Vor Ort haben sich die Teilnehmer zu kleinen Teams zusammengeschlossen und die Aufgabe gemeinsam bearbeitet.

"raus geht's" zur digitalen Schnitzeljagd

Die Gruppe um Vanessa Kammerbauer hat eine App, also ein Programm für das Smartphone, entwickelt, mit der Schüler etwas über die heimische Pflanzenwelt lernen sollen. Kammerbauer erklärt, wie die App „raus geht’s“ funktioniert: „Im Prinzip ist das wie eine digitale Schnitzeljagd. Über das Handy bekommen die Schüler Aufgaben, zum Beispiel ‘Finde ein Buchenblatt’.“ Für gelöste Aufgaben bekommen die Kinder Punkte, am Ende gibt es dann ein Ranking. So wird das Lernspiel für die Schüler ganz nebenbei zum Wettbewerb – ein zusätzlicher Ansporn zum Lernen. Bei „raus geht’s“ können nicht nur die Lehrer den Schüler Aufgaben stellen, sondern auch die Schüler sich gegenseitig. Es gibt Aufgaben, die möglichst schnell gelöst werden müssen und solche, bei denen die Schüler beispielsweise möglichst viele Pflanzen in einer bestimmten Zeit finden müssen.

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In ihrer Masterarbeit geht es auch um Nachhaltigkeit

Auf die Idee, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, kam Vanessa Kammerbauer, weil sie sich im Zuge ihrer Abschlussarbeit in strategischer Kommunikation auch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. „Ich fand außerdem spannend, dass dort nicht nur Designer, sondern auch Pädagogen und Informatiker teilnehmen.“ So habe man auch die Gelegenheit, sich mit Leuten aus anderen Branchen auszutauschen.

Die Konzepte, die beim Naturathon entwickelt wurden, sollen jetzt nicht nur als Wettbewerbsbeitrag in der Schublade verschwinden. Die Umweltakademie Baden-Württemberg, die dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft angegliedert ist, hat angekündigt, Ideen aus den präsentierten Konzepten aufzugreifen und weiterzuführen.

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