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Vöhringen

22.11.2017

Morgens herrscht hier Verkehrschaos

So sollte die westliche Seite der Straße „Kirchplatz“ immer aussehen, frei von Autos. Das ist aber zu Hol- und Bringzeiten der Schüler nicht der Fall. Da herrscht dort das reine Verkehrschaos, kritisiert der Elternbeirat der Uli-Wieland-Mittelschule.
Bild: Ursula Katharina Balken

Karl Janson macht Eltern für das Verkehrschaos vor der Vöhringer Mittelschule verantwortlich. Der Bürgermeister sprach auch über die Neue-Rathaus-Mitte.

Vor der der Uli-Wieland-Schule geht es chaotisch zu. Und zwar immer zu Unterrichtsbeginn sowie -ende, wenn „die Mütter ihre Kinder am liebsten bis ins Klassenzimmer fahren würden.“ So formulierte es zumindest Bürgermeister Karl Janson bei der Bürgerversammlung im Vöhringer Kulturzentrum. Die Vorsitzende des Elternbeirats der Mittelschule, Cordula Mensch, hatte beantragt, etwas gegen das ungeordnete Halten der Autos dort zu unternehmen. Janson kündigte erneut an, die Kontrollen dort zu verstärken.

In dem verkehrsberuhigten Bereich der Straße Kirchplatz, die nach ihrer Umgestaltung eher einem weitläufigen Platz als einer Straße gleicht, wurden aber bewusst keine Parkflächen ausgewiesen. Auch Halteverbotsschilder seien nicht vorgesehen, sagte Janson. Ein schnelles Aus- und Einsteigen sei zwar möglich, aber wegen der zahlreichen Schüler, die dort unterwegs sind, auch gefährlich. Schülerlotsen einzusetzen halten Polizei und Schulleitung nicht für sinnvoll. Janson wörtlich: „An der chaotischen Situation zu den Bring- und Holzeiten sind die Eltern schuld. Die Verantwortung liegt bei ihnen. Eltern haben auch eine Vorbildfunktion zu erfüllen.“

Rund 120 Bürger waren zu der Veranstaltung im Wolfgang-Eychmüller-Haus gekommen. Neben der Parksituation vor der Mittelschule sprachen die Vöhringer zwei weitere Problem in ihrer Stadt an. Eckhard Grees machte auf die unebenen Gehsteige beim Caritas-Centrum in der Vogelstraße aufmerksam. Die Fußwege seien wellig geworden, möglicherweise durch Wurzeln der Bäume, vermutet er. Diese Unebenheiten stellten Stolperfallen für die Bewohner des Hauses dar, die ohnehin meist nicht mehr gut zu Fuß seien. Bürgermeister Janson dankte für den Hinweis und versicherte, den Weg überprüfen zu lassen. Alois Heinrich wies auf die Sanitäranlagen im Sportpark hin. „In 40 Jahren hat der Zahn der Zeit gründlich an ihnen genagt. Die Toiletten sind eine Zumutung.“ Dem stimmte Bürgermeister Janson zu. Er versprach: „Die WC-Anlagen werden zeitnah erneuert. Das Problem ist bekannt.“

Bei der Bürgerversammlung lies der Rathauschef auch das vergangene Jahr Revue passieren. Im Fokus stand die Innenstadtentwicklung und dabei vor allem die Neue-Rathaus-Mitte. Das Areal umfasst den Bereich zwischen Illerstraße, Marienstraße und Wieland-Parkplatz. Den Anstoß für das Projekt gab die Ankündigung der VR-Bank, ihren Standort im Stadtcenter aufzugeben, um sich an der Illerstraße niederzulassen.

Bereits Mitte 2013 stand man kurz davor, das Projekt zu realisieren. Der Plan damals sah vor, dass die Vöhlinstraße zwischen Jugendhaus und Marienkirche einen neuen Verlauf erhält und auf Höhe der Straße Kirchplatz in die Illerstraße mündet. Der Abschluss der Maßnahme war für Mitte bis Ende 2014 vorgesehen. Durch einen Beschluss des Stadtrates im Herbst 2013 rückte die Stadt von den bisherigen Plänen ab. Eine neue Straßenführung über die Marienstraße kam ins Gespräch und wurde auch so beschlossen. Angedacht war auch ein Parkhaus auf dem Grund der Wieland-Werke. Die Kosten dafür hätte die Stadt größtenteils allein tragen müssen, bei der Frage nach Beteiligung hatte Wieland abgewinkt. Doch bei der derzeitigen Haushaltslage, so sagte Janson, sei das Vorhaben Parkhaus für die Stadt nicht zu stemmen. Hinzu kam Widerstand von den Nachbarn gegen Parkhaus und die neue Straßenführung. Die Anwohner befürchteten, dass mehr Verkehr ihre Lebensqualität beeinträchtigen könnte.

Die Mehrheit der Stadträte sprach sich für die Straßenführung über die weiter nach Westen führende Vöhlinstraße, dann über den Wieland-Parkplatz bis zur Marienstraße aus, die dann nach Süden geführt auf die Kreisstraße NU 14 stoßen wird. Bei dieser Variante würde das Firmengelände von Wieland nur geringfügig tangiert. Im Bereich Vöhlinstraße, Illerstraße und Wielandstraße soll ein Kreisverkehr entstehen. Jetzt ist eine abschließende Abstimmung mit dem Landkreis und dem Staatlichen Bauamt notwendig. Dann ist der Stadtrat für eine Entscheidung gefordert.

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