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Babenhausen

10.01.2020

Motorsport: Ein Babenhauser gibt Vollgas

David Wassermann aus Babenhausen ist passionierter Rennfahrer. In Zukunft möchte er auch beruflich im Motorsport Fuß fassen.
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David Wassermann aus Babenhausen ist passionierter Rennfahrer. In Zukunft möchte er auch beruflich im Motorsport Fuß fassen.
Foto: Sammlung David Wassermann

Plus Die Rennen wecken in ihm ein „Wahnsinnsgefühl“: David Wassermann ist Motorsportler. Schon als Bub war er regelmäßig auf der Kartbahn. Welche Ziele der 21-Jährige hat.

Der Tag, an dem er wusste, welchen Beruf er später einmal ergreifen möchte, liegt schon einige Jahre zurück. Aber David Wassermann hat sein Ziel nie aus den Augen verloren und es bis heute fest im Visier: Er möchte professioneller Rennfahrer werden. Stück für Stück hat der Babenhauser in den zurückliegenden Jahren auf seinen Traumberuf hingearbeitet. Nachdem er bereits im Kartsport Spitzenleistungen erzielt hatte, ist der jetzt 21-Jährige seit einigen Jahren auch im Tourenwagen erfolgreich. 2019 konnte David Wassermann neben einigen kleineren Fortschritten auch einen beachtlichen Erfolg verbuchen.

Mit seinem Team erzielte er bei der Rennserie Makpak Endurance in Tschechien den Vizetitel. Wenn der Auszubildende von den Rennen im Fahrzeug Seat Leon TCR spricht, leuchten seine Augen. „Es ist ein Wahnsinnsgefühl!“, schwärmt er. „Je nach Länge der Strecke ist mein Adrenalin-Spiegel ein bis zwei Stunden lang auf dem Höchststand. Gleichzeitig muss ich hoch konzentriert und natürlich körperlich fit sein.“ Schließlich fordere dieser Sport, möglichst konstant zu fahren und wenige Fehler zu machen. „Geht man zu schnell in die Kurve, erreicht man auf der Rennbahn nicht die optimale Linie und verliert wertvolle Zeit“, erklärt der 21-Jährige.

Die Begeisterung für den Motorsport liegt bei David Wassermann in der Familie. Vater Manuel ist früher beim Kartslalom des Automobilclubs Babenhausen (ACB) an den Start gegangen. Seine Begeisterung für die schnellen Fahrzeuge hat er seinen Söhnen David und Kai natürlich vermittelt. Schon früh nahm der Vater seine Buben mit zur Kartbahn des Auto- und Motorsportklubs Memmingen, wo sie ihre ersten Erfahrungen sammeln konnten.

In der Winterpause übt er am Simulator

Vor allem der ältere David war sofort vom Motorsport begeistert, sodass sich aus dem Hobby bald eine Leidenschaft entwickelte. An den Wochenenden fuhr er mit seinem Vater regelmäßig nach Memmingen, um dort Übungsrunden zu drehen. Im Alter von zehn Jahren ging er bereits im eigenen Rennkart auf den unterschiedlichsten Strecken im süddeutschen Raum, aber auch in Tschechien an den Start. Um ihn dabei kräftig zu unterstützen, saßen neben seinen Eltern auch die Großeltern in den Zuschauerreihen.

Rennfahrer David Wassermann.
Foto: Sammlung David Wassermann

Im Mai 2009 gewann der damals elfjährige David in Bobingen den Kartslalom in der Disziplin Geschicklichkeit und erzielte in seiner Klasse den schwäbischen Meistertitel. Wegen seiner durchgängigen vorderen Platzierungen wurde er bei einem Winter-Schwabenpokal zum Fahrer des Jahres gekürt.

Mit 13 Jahren erhielt der Babenhauser seine Zulassung für das Kart und mit 16 Jahren eine Lizenz für das Auto. Im März 2016 sicherte er sich einen freien Platz im Tourenwagen-Sport. „Der Umstieg vom Kart mit seinen gerade einmal 30 PS auf einen 200 PS starken Rennwagen war schon gewaltig“, blickt er stolz auf diese Herausforderung zurück.

Über eine Fahrersichtung bekam David Wassermann Ende 2016 die Chance, erstmals bei einem Rennen im Chevrolet Cruze Eurocup zu starten. Diese Tourenwagen-Rennserie fand Mitte April 2017 am Hungaroring, einer Formel-1-Rennstrecke in Ungarn, statt. Für den Babenhauser folgten Rennen am Red Bull Ring, einer Formel-1-Strecke in Österreich, und am Autodrom Most in Tschechien. Nach drei Rennen erzielte David in der europaweiten Serie FIA Chevrolet Cruze Eurocup 2017 bei den Junioren einen Gesamtsieg sowie mehrere Siege. Vor rund zwei Jahren stellte er in dieser Rennserie einen neuen Rekord auf.

Natürlich setze man sich beim Rennfahren wie auch in sämtlichen anderen Sportarten gewissen Risiken aus, weiß der angehende technische Produktdesigner. Aber man sei gut abgesichert. „Sämtliche Kleidungsstücke – angefangen bei der feuerfesten Unterwäsche über den Rennanzug bis zu Handschuhen und dem Helm mit Nackenschutz – entsprechen exakt den Vorschriften“, sagt er.

Während der Winterpause kann David Wassermann jetzt erst einmal verschnaufen und neue Kraft tanken. Um in Form zu bleiben, übt er regelmäßig auf dem Simulator. Außerdem trainiere er seine Fitness und bereite sich mental auf kommende Herausforderungen vor, erzählt er: „Mein nächstes Ziel ist es, bei der offiziellen FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft dabei zu sein.“

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