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Bellenberg

28.05.2019

Mozart hätte in Bellenberg seine Freude gehabt

Antonia Schaser an der Klarinette begeisterte die Zuhörer.
Bild: Balken

Junge Talente der Musikschule Dreiklang präsentieren in der Turnhalle, was sie bisher erlernt haben.

Das Jahreskonzert der Musikschule Dreiklang ist mehr als eine Pflichtaufgabe. Es gilt hier zu zeigen, wie sich musikalische Vielfalt anhören kann – und dass die finanzielle Unterstützung der Trägerkommunen ein gut angelegtes Geld ist. Das Konzert am Freitagabend in Bellenberg war nun ein Eintauchen in die variationsreichen Sparten der Musik – von Klassik bis Rock und Pop. Die zahlreichen Besucher in der Turn- und Festhalle in Bellenberg sahen und hörten große und kleine Talente, die sich in Gruppen und auch als Solisten vorstellten. Und allen war eines gemeinsam: die Freude an der Musik. Lesen Sie auch, was es mit Hochzeitstauben auf sich hat: Weiße Glücksboten flattern los

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Musikschule Dreiklang: Es wird auch gerockt

Zunächst ging es in die Bretagne und nach Irland mit entsprechender Besetzung – Querflöten, Gitarren, Violinen und Akkordeon. „Say Something“ von Justin Timerlake war ein Part für Sabine Schindler am Klavier. Eine weitere Solistin am Piano war Annika Baur mit zwei Stücken „Rascher Entschluss“ und „Rock the Keys“. Beide Mädchen bewiesen, dass sie schon nach kurzer Ausbildung erfolgreich musizieren können. So auch Jonathan Brämer, der mit seinem Spiel „Arabeske“ und dem frech-flotten „In a Hurry“ überraschte. Julia Schweizer, 13 Jahre alt und seit fünf Jahren Klavierschülerin, griff nach einem anspruchsvollen Werk. Ganz schön mutig, sich an den 1. Satz aus Beethovens Sonate für Klavier c-moll – die „Pathétique“ zu wagen. Sie tat es mit Leidenschaft und Empathie.

Aufgelockert wurde das Programm mit „I Follow Rivers“ und „Somebody That I Used to Know“ vom Ensemble The Eighteen Strings, wobei Selena Kempter den dankbaren Part der Sängerin übernahm. Lesen Sie auch: Einklang bei Dreiklang in Vöhringen

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Und als drei Mädchen mit ihren Geigen auf der Bühne standen und sich als Trio mit Stücken aus der „Sonate für drei Violinen in G-Dur“ von James Hock präsentierten, ging den Zuhörern das Herz auf. Spontanen Applaus gab es deswegen für Charlotte Alt, Julia Holl und Julia Schweizer.

Ein ungewöhnliches Instrumental-Duo war Valentino Aletor, (Tuba) und Magnus Schneider (Klavier). Die beiden ließen das „Nocturne für Tuba und Klavier“ erklingen. Dabei erwies Valentino Aletor ein sicheres Gespür für Intonierung und Interpretation. In Magnus Schneider fand er einen einfühlsamen Begleiter. Leonhard Cohens „Halleluja“ ist bereits ein Evergreen, das mit Julia Aberel, Emma Fleischer, Johanna Zettl und Ulrike Petermann (an den Querflöten) sowie Nick Jergl am Schlagzeug gern gehört wurde.

Werke von Michael Jackson werden neu interpretiert

Michael Jacksons „Billie Jean“ wurde in ein gelungenes Gitarren-Quintett transformiert, an dem Daniel Giebelhaus, Noah Tizian Holl, Jan Thalhofer, Ersin Erkan und Tobias Böhm ihren Anteil hatten. „Libertango“ von Astor Piazolla war der Beitrag von der Gruppe Goldfingers, der auch in einer Version mit Saxophonen einen besonderen Reiz entwickelte. Michael Corners „Last Door left“, ein Stück für das Gitarrenquartett Alisia Anders, Teresa Geiselmann, Jule German und Michael Distler, war Überleitung zu einem musikalischen Höhepunkt des Abends mit Antonia Schaser, (Klarinette) begleitet von Pianist Magnus Schneider. Carl Maria von Webers „Introduktion, Thema und seine Variationen“ war für die 18-jährige Solistin mit den schwierigen Presto-Passagen eine Herausforderung, die sie mühelos meisterte. Ihre Finger huschten nur so über das Instrument. Dann stand Annika Kolbe (Frontsängerin der Gruppe Finaly Friday) im Rampenlicht. „Shut Up and Dance“ und „Keep Holding“ waren ihre Titel. Auch die Band NME war musikalisch in gleicher Richtung unterwegs. Die Formation Unleached rockte die Halle mit Temperament und setzte einen fulminanten Schlusspunkt mit Mozarts 40. Sinfonie in g-Moll – wuchtig in Szene gesetzt. Dem humorbegabten Mozart hätte es mit Sicherheit gefallen. So wie der Abend auch die Gäste begeisterte, die lange applaudierten.

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