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26.02.2015

Müssen neue Polster wirklich so teuer sein?

Stadt will Stühle in der Schranne aufmöbeln

Das Mobiliar in der Illertisser Schranne ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Es sieht zwar im Großen und Ganzen noch ganz ordentlich aus, doch das Problem steckt im Detail: An den Seiten sind nicht wenige Sitzpolster derart abgeschabt, dass die Schaumgummifüllung und das hölzerne Sitzbrett zutage treten. Schuld daran sind mutmaßlich die recht spitzen Kanten der Polster. „Das sieht nicht mehr gut aus“, gab Kämmerer Markus Weiß jetzt im Haupt- und Finanzausschuss zu bedenken, als gerade der Haushalt vorberaten wurde. Der abgeschabte Gebraucht-Look stört seiner Ansicht nach vor allem bei den zahlreichen Familien- oder Hochzeitsfeiern, für die das historische Schrannengebäude sehr häufig gebucht wird.

Deshalb will die Stadt hier etwas unternehmen. Vorsichtshalber hat Weiß dafür 80000 Euro in den Haushaltsplan 2015 eingestellt. Damit stieß er im Ausschuss nicht unbedingt auf Gegenliebe, wie sich an der Wortmeldung von Andreas Lanwehr (Freie Wähler) zeigte. Er fand, das sei ganz schön viel Geld für 300 Stühle. Unter dem Strich käme jedes Sitzmöbel auf knapp 270 Euro Polsterkosten. Darüber müsse noch einmal diskutiert werden, fand Lanwehr. Das meinte allerdings auch Bürgermeister Jürgen Eisen. Wie der Kämmerer nach der Sitzung zur IZ sagte, sei die Maßnahme lediglich angedacht. Es stehe noch nicht fest, ob es günstiger sei, die Polster zu erneuern oder gleich andere Stühle zu kaufen.

Eine eher skurrile Zahl förderte die Haushaltsdebatte ebenfalls zutage: Die sogenannte Frieda Forster Stiftung, die als Sonderhaushalt im Etat aufgeführt ist, verfügt derzeit über ein Kapital von 6052 Euro und wirft jährlich rund 100 Euro ab. 70 davon kommen dem Kindergarten Au zugute. Das Geld wird für das Stiftungsfest verwendet. Doch was Markus Weiß nicht verstehen kann: Wegen dieses vergleichsweise winzigen Postens hat die kommunale Rechnungsprüfung einen 15-seitigen Bericht verfasst. Das ist bei einer solchen rechtsfähigen Stiftung zwar juristisch korrekt, in den Augen des Kämmerers aber doch übertrieben: „Das verstehe ich nicht.“ Zumal, wenn die Prüfer monieren, er habe einen Betrag von 18 Euro nicht korrekt verzinst. (hip)

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