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Egg an der Günz

03.12.2019

Musikalische Weltreise beginnt in Egg

Das Bild zeigt Schlagzeuger Franz-Josef Pfister.
Bild: Egger Musikanten

Die Egger Musikanten spielen bei ihrem Jahreskonzert Werke aus nah und fern.

In knapp zweieinhalb Stunden einmal um die Welt: So lässt sich das Jahreskonzert der Egger Musikanten beschreiben. Ihre Reise starteten die 33 Musiker unter Leitung des Dirigenten Rainer Wörz in Schottland. Dort lebt und wirkt Alan Fernie, ein bekannter Komponist für Brass-Band-Musik. Aus dessen Feder stammt auch der „Concert Opener“, „Prismatic Light“, den die Musikanten in der voll besetzten Schulturnhalle erklingen ließen.

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Danach ging es nach Griechenland. Mit dem Konzertwerk „Cassiopeia“ erzählten die Musiker eine Geschichte aus der griechischen Mythologie. Begleitet von einer Licht- und Videoshow erfuhr das Publikum, wie eine Königin den Zorn des Meeresgottes auf sich zog.

Danach machte das Orchester halt in der deutschen Stadt Ellwangen. Im Stück „The Witch an the Saint“ stellte die Kapelle eine Erzählung aus dem Mittelalter vor, die von einer Hexe und einer Heiligen handelte. Dirigent Rainer Wörz führte seine Kapelle sicher durch die zahlreichen Taktwechsel. Obwohl die Partitur des Konzertwerks fünf bis acht Schlagzeuger verlangte, gelang es dem Egger Schlagwerktrio perfekt, durch das Stück zu begleiten. Den ersten Konzertteil beendeten die Musikanten mit dem wohl populärsten Stück der Orgelliteratur – der „Toccata“ von Johann Sebastian Bach. Das Stück wurde von Jan van Kraeydonck als Rock-Version für Blasorchester arrangiert.

Musikalische Weltreise beginnt in Egg

Den zweiten Teil begannen die Musiker in Belgien: mit dem Konzertmarsch „Arsenal“. Danach durften die Zuhörer den Walzerklängen von „Tranquillo“ des Österreichers Martin Scharnagl lauschen.

Auch England lag auf der Reiseroute der Kapelle. Mit „Don’t stop me now“ bekam das Publikum einen der größten Hits der Gruppe Queen zu hören. Hierbei überzeugten vor allem die Saxofonistin Birgit Schuhwerk sowie Sandra Staiger an der Querflöte mit Solopassagen.

Danach entführten die Egger Musikanten die Zuhörer in eine der größten Städte der Welt – nach Shanghai. Im September hatte ein Teil der Kapelle die Metropole in China besucht (wir berichteten). Ann-Katrin Hahn und Nina Walter erstatteten dem Publikum noch einmal in Wort und Bild Bericht über die Erlebnisse. Zum Abschluss erklang mit „My Motherland“ ein chinesisches Volkslied.

Zuletzt machte die Kapelle noch Station in Hollywood. Dort machte sich der Deutsche Hans Zimmer einen Namen als einer der berühmtesten Komponisten von Filmmusik. „Film ab“, hieß es für die Egger Musikanten und das Publikum mit „Hans Zimmer: Movie Milestones“, eine Zusammenstellung berühmter Filmmusiken.

Eine amüsante Zugabe boten die Egger mit dem Medley „Marsch-Konfetti“. Zahlreiche, teilweise ineinander geschriebene Märsche begeisterten das Publikum und Orchester, zehrten jedoch an den Nerven des Dirigenten. Bemerkenswerter Akteur war Schlagzeuger Franz-Josef Pfister. Mit dem Marsch „Kreuz des Südens“ verabschiedeten sich die Egger Musikanten vom Publikum. (az)

Lesen Sie außerdem: Dramatische Szenen spielen sich an der Günz ab

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