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Kultur

19.04.2011

Musikalisches Frühlingsfest

Die Jugendkapelle der Vöhringer Bläserschule ist zu einem stattlichen Orchester angewachsen, das - wie auch die Kapelle „WITA“ - die Zuhörer beim Jugendfestival mit ihrem Klang begeisterte.
Bild: Foto: Ursula Katharina Balken

Die Vöhringer Bläserschule veranstaltet erneut das Jugendfestival und begeistert das Publikum mit einem vielfältigen Programm

Vöhringen Draußen der blühende Frühling in seiner ganzen Farbenpracht – drinnen der musikalische Nachwuchs mit nuancierter Klangvielfalt. Das Jugendfestival, das am vergangenen Samstag stattfand, hat sich mittlerweile fest etabliert.

Die musizierende Jugend auf der Bühne im Wolfgang-Eychmüller-Haus gewinnt die Herzen der Zuhörer im Handumdrehen. Der Beifall ist Dank für die überzeugende Leistung beider Orchester. Das Jugendblasorchester WITA begeistert unter Leitung seines temperamentvollen Dirigenten Rani Rezek mit jugendlichem Schwung, während das Jugendorchester der Vöhringer Bläserschule mit Rupert Maierl am Pult durch subtile Interpretation des Programms zu glänzen versteht.

Ein altes Waschbrett als Klangbereicherung

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Mit einem machtvollen Fortefortissimo steigt Rani Rezek in den Musicalquerschnitt „The Phantom of the opera“ von Andrew Lloyd-Webber (bearbeitet von Lorrenzo Bocci) ein, lässt Lyrisches anklingen, setzt ganz auf Dynamik.

Mit „Mood Romantic“ von Johan Nijs landet das Orchester im Land der Romantik. Die Dixie-Besetzung mit dem „Big Beat-Dixieland Concerto“ in einem Arrangement von James D. Ployhar ist eine hübsche Variante und entführt nach New Orleans. Ein netter Gag: Das gute alte Waschbrett als peppige Klangbereicherung.

Präzise Rhythmen sind bei „Fascinating Drums“ gefragt, das Altmeister Ted Huggens geschrieben hat. „Axel F.“, von Harold Faltermeier/Frank Bernaerts, ist ein Ohrwurm, bei dem die Fußspitzen mitwippen.

Apropos Fußspitzen – Dirigent Rezek leitet sein Orchester mit vollem Körpereinsatz, seine Fußsohlen bewegen sich rhythmisch im Takt mit, teilweise so temperamentvoll, dass dies nicht zu überhören ist. Das folgende Stück „Moment for Morricone“ von Ennio Morricone ist ein Dauerbrenner. Seine Melodien wurden zu Welthits. Johan de Meij hält sich bei der Bearbeitung nahe am Original, das macht den Klang authentisch.

Nach so viel engagiertem Spiel, das die Zuhörer mitreißt, sind die Zugaben garantiert.

Klangliche Nuancierung und akribische Interpretation

Im zweiten Teil zieht die gastgebende Bläserschule die Register ihres Könnens. Es ist ein Kontrastprogramm, das mit der für Blasmusik geschriebenen Ouvertüre „Ross Roy“ von Jacob de Haan beginnt. Maierl setzt auf klangliche Nuancierung und akribische Interpretation, was in „The Big Picture“ in einem Arrangement von John Higgins zum Ausdruck kommt und das Publikum in die Welt des großen Kinos entführt. Nach der fulminanten Einlage „Ich und mein Schlagzeug“ von Paul Biste stehen die jugendlichen Schlagzeuger im Mittelpunkt, die wie „alte Hasen“ am Percussion-Instrumentarium agieren.

Mit „Music“ von John Miles, bearbeitet von Philipp Sparke (Komponist der heimlichen Nationalhymne der Schotten „Hymn of the Highlands“), wird es emotional. Ebenso melodiös kommt „The Rose“ von Amanda McBroom/Conny Rall daher.

Mit „Die lustigen Dorfschmiede“ endet der Beitrag der Bläserschule. Aber selbstredend nicht ohne Zugaben, eine davon ist der Soundtrack aus dem Erfolgsfilm „Titanic“.

Beide Kapellen zeichnen sich durch ihre individuelle Art des Musizierens aus. Gemeinsam ist beiden, dass sie junge Menschen in ihren Reihen haben, die sich durch ihre Dirigenten Rani Rezek und Rupert Maierl begeistern lassen können. Und diese Musizierfreude überträgt sich auf die Zuhörerschar. Die weiß das Engagement zu schätzen und honoriert das Konzert mit lang anhaltendem Beifall.

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