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Kirchhaslach

01.04.2019

Musiker mit Humor: Was die „Chronik-Oma“ zu erzählen hat

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Aus 150 Jahre Geschichte gibt einiges zu erzählen: Vor zahlreichen Besuchern führte „Chronik-Oma“ Gabriele Weiß (rechts im Bild) beim Festakt in Kirchhaslach durch die Höhen und Tiefen der vergangenen 15 jahrzehnte.

Blicke in Vereinschroniken müssen nicht langweilig sein: Das hat die Musikkapelle Kirchhaslach beim Festakt zum 150-jährigen Bestehen bewiesen. Dabei ging es heiter zu.

Blicke in eine Vereinschronik müssen nicht unbedingt stocksteif oder gar langweilig sein: Die Musikkapelle Kirchhaslach, seit Jahren ein Garant für ideenreiche Programmgestaltung, hat beim Festabend zu ihrem 150-jährigen Bestehen das Gegenteil bewiesen. Zum Start der Festlichkeiten, zu denen auch die Ausrichtung des 56. Bezirksmusikfests gehört, servierte das Blasorchester ein flottes und kurzweiliges Programm. Unter dem Motto „schnell spielen und schnell reden“ wechselte es zwischen Musik und Information und war ganz nach dem Geschmack des Publikums.

Vorsitzender Tobias Wohllaib zeigte sich erfreut darüber, dass neben Vertretern aus Politik und des Bezirks 6/Memmingen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) sowie benachbarter und befreundeter Blasorchester auch zahlreiche Greuther gekommen waren. Kein Wunder: Schließlich wollten Jung und Alt den Geburtstag ihres Blasorchesters mitfeiern. Dass dieses mit einem Durchschnittsalter der rund 60 Musiker von 29,5 Jahren auch noch zum 150. Geburtstag jung und dynamisch geblieben ist, war an diesem Abend offensichtlich. „Unsere Mitglieder sehen die Möglichkeit, ein Blasinstrument zu spielen als Geschenk und gleichzeitig als große Herausforderung“, sagte Vorsitzender Wohllaib.

Zu sehen war auch, wie ein Musikprobe früher ablief.

„Ihr seid ein guter Haufen“, sagte Bezirksvorsitzender Peter Zettler. Dass die Kirchhaslacher Musikanten bereits im Herbst losgezogen sind, um die benachbarten Blasorchester im Rahmen eines geselligen Beisammenseins persönlich zum Fest einzuladen, wertete er als „positives Signal“.

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ASM-Präsident Franz Josef Pschierer bedankte sich bei den Greuthern für die Ausrichtung des Bezirksmusikfestes, das heutzutage mit einem „gigantischen Verwaltungsaufwand“ verbunden sei. „Mit Fleiß, Disziplin und Toleranz lernen Kinder und Jugendliche in den Musikkapellen die Voraussetzungen, die sie auch in Ausbildung, Beruf und Arbeit benötigen“, stellte Pschierer fest. Neben der musikalischen Leistungsfähigkeit werde auch Freundschaft und Kameradschaft gepflegt.

Immer wieder anders –aber immer fesch: Die Vereinstracht der Kirchhaslacher Musikanten hat sich im Laufe von 150 Jahren mehrfach verändert.

„Musik fördert das Gemeinschaftsleben in unserer Gemeinde“, sagte Bürgermeister Franz Grauer. In Kirchhaslach gehöre es seit vielen Jahren zum guten Ton, dass Kinder und Jugendliche der Musikkapelle beitreten und mitspielen. Für diese Jugendarbeit verdiene der Verein großen Respekt und Anerkennung. Grauer zeigte sich auch stolz darauf, dass die Musikkapelle sich der Herausforderung stellt, das Bezirksmusikfest als großes Ereignis für die Bürger im Greuth und Umgebung auszurichten.

Humorvoller Rückblick mit der "Chronik-Oma"

Um den Besuchern des Festabends einen kleinen Einblick in die Gründung und Entwicklung des Blasorchesters zu geben, führte „Chronik-Oma“ Gabriele Weiß durch die Höhen und Tiefen der Vereinsgeschichte. Unterstützt wurde sie dabei von Akteuren des Greuther Theaters. Sie führten humorvoll vor Augen, wie es bei mancher Musikprobe von anno dazumal so zugegangen ist.

Die Einführung von Blasmusik-Hitparade und die Gründung des Blasmusik-Cups in der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen stammen von den Greuther Musikanten, erfuhren die Besucher. Zwischendurch präsentierten sich die Kirchhaslacher Musiker unter präziser Leitung von Jürgen Schön in bester Spiellaune. Sie zeigten, dass das Blasorchester auch musikalisch eine Klasse für sich ist.

Die mächtig durch das Bürgerheim klingende, gemeinsam gesungene Bayernhymne leitete über zum geselligen Teil des liebevoll organisierten Festabends.

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