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20.06.2009

Musikgenuss für Herz und Sinne

Babenhausen Opern- und Operettenmelodien bedeuten für viele, in beschwingter Laune die Leichtigkeit des Seins spüren, ein entspannendes Durchatmen abseits des Alltags. Ein Hauch dieser Mischung aus Heiterkeit und sanfter Melan-cholie wehte durch den Ahnensaal des Fuggerschlosses, als das Künstlerehepaar Gabriele und Volker Dubowy die Kulturtage in Babenhausen eröffnete. Unter dem Leitgedanken "Dein ist mein ganzes Herz" servierten der Tenor und die Pianistin einen Musikgenuss, der Herz und Sinne erfreute.

Seit jeher nehme der Bereich Kultur in Babenhausen einen hohen Stellenwert ein, sagte Markträtin Beatrix Käßmeyer. Deshalb habe der Arbeitskreis zu den sechsten Kulturtagen ein facettenreiches Programm zusammengestellt. Die zahlreichen Gäste, die den Ahnensaal bis auf den letzten Platz füllten, durften sich von der ersten Minute an verzaubern lassen.

Das Konzert wurde mit einer "Liebeserklärung" eröffnet

Denn mit der Liebeserklärung "Dein ist mein ganzes Herz" aus der Oper "Land des Lächelns" von Franz Lehar eröffnete das seit zwei Jahren im Egger Ortsteil Engishausen beheimatete Künstler-Ehepaar eine berückend schöne Folge von musikalischen Köstlichkeiten.

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Volker Dubowy verfügt über einen weichströmenden Tenor, farben- und kontrastreich, fein nuanciert und doch kräftig im Volumen. Mit Charme und Humor sowie einer packend-direkten Interpretation versteht er es, die Hörer in die jeweilige Stimmung mit hinein zu nehmen. Beispielsweise in den Natur- und Gefühlsebenen entfaltenden "Liederkreis op. 39" von Robert Schumann. Oder in die innige "Blumenarie des Don José" aus der Oper "Carmen" von Georges Bizet.

In den "Liederzyklus op. 11" von Richard Strauß hatte das Künstlerehepaar eine akustische Überraschung verpackt. Zwischen einer "heimlichen Aufforderung" und "Morgen-Zuneigung" erhielten die Zuhörer einen kleinen Einblick in das "Projekt Klangfarben" von Volker Dubowy. Gespannt konnte man miterleben, dass Musik ein Medium ist, das mittels Stimme die Luft, den Raum und auch den Menschen in Schwingung versetzt.

Nachdem die Besucher mit Beethovens humoristisch verpacktem "Kuss" in die Pause begleitet wurden, durften sie im zweiten Programmteil in unsterblichen Opern- und Operettenmelodien schwelgen.

Mit einer Stimme voller Kraft und Sinnlichkeit verstand es der Tenor, unsterblichen Melodien wie dem "flotten Geist" aus dem "Zigeunerbaron" von Johann Strauß, Richard Taubers "Du bist die Welt für mich", Carl Millöckers "dunkelroten Rosen" und den "Zwei Märchenaugen" von Emmerich Kalman unvergleichlichen Charme einzuhauchen. Seine Frau Gabriele fungierte nicht nur als versierte Begleiterin, sondern als ebenso engagierte wie aufmerksam mitgestaltende Könnerin am Klavier.

Reinstes Vergnügen waren für ihn einige Melodien, die südländisches Flair versprühten. Der begeisterte Applaus der Zuhörer nach der klanglichen Beschreibung "Granadas" forderte Zugaben.

So ließ das Künstlerehepaar den gelungenen Auftakt der Babenhauser Kulturtage mit einem innigen Liebeslied und der Weise "Guten Abend, gut Nacht" ausklingen.

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