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Versammlung

01.12.2011

Nach zwei Jahren lässt Seidler die Bürger zu Wort kommen

Bürgermeister Klaus Seidler spricht bei der Bürgerversammlung im Schützenheim Osterberg.
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Bürgermeister Klaus Seidler spricht bei der Bürgerversammlung im Schützenheim Osterberg.
Bild: Fotos: lor

Rund 100 Zuhörer im Schützenheim beim Rechenschaftsbericht. Heute Abend geht es weiter im Ortsteil Weiler

Osterberg Verschiedene Gründe, auch terminlicher Art, hätten dazu geführt, dass zwei Jahre vergangen sind, bis jetzt eine Bürgerversammlung in Osterberg abgehalten werden konnte, erklärte Bürgermeister Klaus Seidler in seinem Rechenschaftsbericht. Darin gab es allerdings viel Erfreuliches zu berichten wie den Ausbau der Babenhauser Straße, die Wasserverbindungsleitung nach Weiler oder Pläne für den Rettungsweg am Schulgebäude. Knapp 100 Bürger waren ins Schützenheim gekommen, um anschließend festzustellen, dass trotz der Fülle an Gesagtem manches ungenügend zur Sprache gekommen sei.

„Und was ist mit unserem Wald, darüber ist kein Satz verloren worden“, warf Karl Bodenmüller am Ende eines langen Abends dem Bürgermeister an den Kopf. Der schenkte dem wenig Beachtung und zuckte mit den Schultern: „Daran habe ich nicht gedacht, irgendwie vergessen, Entschuldigung.“ Vergebens grummelte Bodenmüller etwas von wenig Nachpflanzungen, zumal der Wald für Osterberg als wichtige Einnahmequelle zähle.

Dafür informierte das Gemeindeoberhaupt, dass die Abrechnungszahlen der Vorzeigeprojekte Babenhauser Straße, Wasserverbindungsleitung und Kläranlage-Rechen jeweils unter den veranschlagten Kosten geblieben sind. Als der Schultes schilderte, wie die Feststoffe den defekten Rechen passiert und sich am Grund des Beckens derart festgesetzt hatten, dass sie anstatt maschinell nur in mühseliger Handarbeit entfernt werden konnten, erhielten die Gemeindearbeiter Valentin Jans und Anton Mensch dicken Applaus. Ebenso Christian Magel für die Mithilfe. Viel Beifall auch für Alexander Hruschka und seinen kompetenten Einsatz in Sachen schnelles Internet sowie für Bernhard Gapp und Rudolf Heudorfer als ehrenamtliche Hüter des Spielplatzes.

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Wenngleich Osterberg mit derzeit 846 Einwohnern – davon 223 in Weiler – vom vorletzten Platz der Einwohnerstatistik auf den letzten zurückgerutscht ist, sieht Seidler für die Zukunft nicht schwarz: „Die Zahl der Geburten ist von acht im Vorjahr auf zehn in diesem Jahr gestiegen, ebenso die Zahl der Eheschließungen von drei auf fünf.“

Jungen Bürgern das Wohnen im Ort schmackhaft machen

Angesichts der 85 Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren gelte es, ihnen eine Zukunft im Dorf zu ermöglichen, damit sie auch bleiben könnten. „Der Erhalt der Schule hängt heute wesentlich von der Kinderzahl ab, und wir wollen kleine oder mittelständische Betriebe für unser neues Gewerbegebiet gewinnen“, so Seidler. In diesem Zusammenhang verteidigte er auch den geplanten, auf 40000 Euro veranschlagten Brandschutz samt Außentreppe fürs Schulgebäude. Andreas Straub hatte dazu nachgefragt, weil Brandschutzmaßnahmen bereits 2009 vom Elternbeirat gefordert und in einer günstigeren Ausführung ohne Außentreppe vorgeschlagen worden waren. Der Bürgermeister versicherte, das Landratsamt habe von Anfang an die Außentreppe gefordert, „und jetzt sind wir damit auf der sicheren Seite“. Das führte zu Diskussionen an den Tischen über Versicherungsschutz mit und ohne Treppe beziehungsweise darüber, dass die einfachere Variante ebenfalls mit Experten wie der Feuerwehr Altenstadt ausgearbeitet worden war. Ein weiterer Antrag Straubs galt neuen Fenstern auf der Schulwestseite, Dachlawinengitter sowie dringenden Putzarbeiten. Seidler vertröstete aufs Frühjahr.

Schilderwald, Tempo 30 und marode Kirchentreppen

Georg Schmid machte seinem Ärger über viele Vorfahrtschilder an der Insel zur Babenhauser Straße Luft, was vonseiten der Polizei nicht beanstandet werde, so Seidler. Inge Magel wünschte sich Tempo 30 zwischen Friedhof und Parkplatz, weil das Überqueren zum Grüngutbehälter gefährlich sei. Der Bürgermeister stellte einen neuen Containerplatz in Aussicht. Elisabeth Kehrer und Paula Bader monierten die desolate Friedhoftreppe, nach einer Lösung soll gesucht werden. Als Erklärung für die zusätzliche Bürgerversammlung in Weiler hieß es, das stehe im Eingemeindungsvertrag.

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