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Festival

23.10.2014

Nachwuchskünstler arbeiten mit Musikschülern

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2 Bilder
Diana Tishchenko erklärt Nicolas Hupfer, Geigenschüler am Kolleg, wie der Bogen zu halten ist.
Bild: Sabine Hupfer

Die Solisten geben Workshops für junge Talente. Teilnehmer aus der Region erzählen über ihre Erfahrungen

Derzeit geben sich hochtalentierte Nachwuchskünstler in Illertissen die Klinke in die Hand. Das dritte und letzte Wochenende des von Fritz Unglert und seinem Team organisierte Festival steht bevor, an dem sich die Freunde von „Kultur im Schloss“ eine Vorstellung machen können, wer demnächst auf der Weltbühne den Ton angeben wird. Da auch Künstler klein anfangen, hatte Unglert die Idee, für talentierte Schüler Workshops mit Solisten zu organisieren: Alexej Gorlatch für Klavier, Christina Kurz für Harfe, mit Violine Diana Tishchenko und Fagott Maria Rielo Blanco.

Zum Beispiel hat Harfenlehrerin Ilse Speck mit vier Schülern der Musikschulen Biberach und Ulm, darunter Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“, teilgenommen und war gespannt: „Ich habe Christina Kurz als Acht- oder Neunjährige in Erinnerung und war neugierig, worin ihr Unterricht anders ist.“ So etwas könne Schüler verwirren, doch glücklicherweise waren ihre Auffassungen ähnlich. Christina Kurz hatte sich für jeden 25 Minuten Zeit genommen und auch nach dem Werkverständnis gefragt: „Wie empfindest du die Musik?“ „Wie eine Welle“, sagte Mathilda Monnier und sollte versuchen, dies zum Ausdruck zu bringen. Ihre Schüler, so Harfenistin Speck, hätten erstmals einen Workshop erlebt und sich begeistert gezeigt. „Die Gelegenheit dazu gibt es in der Region nicht so oft.“ Zu Christina Kurz sagte sie: „Ihr Unterricht war sehr fachmännisch, sie ist eine fertige Harfenistin.“

Peter Hupfer, Geigenlehrer am Kolleg der Schulbrüder, war ebenfalls hochinteressierter Zuhörer bei Diana Tishchenko, als Violinschüler Nicolas Hupfer den Csárdás von Vittorio Monti vortrug. Der junge Konzertmeister beim Kammerkollegorchester Illertissen bekennt, doch etwas aufgeregt gewesen zu sein. „Es hat mich gefreut, wie aufmerksam mir die Violinkünstlerin zugehört hat.“ Anschließend hat sie die Handhaltung von Geige und Bogen genau analysiert, ihn ein Stück am Klavier begleitet und zum besseren Verständnis weite Passagen auf der Geige vorgespielt. „Das hat viel gebracht“, so der Schüler. „Sie hat das Stück offenbar gekannt und alles auswendig gespielt, auch am Klavier.“ Geigenlehrer Hupfer zeigte sich über den Einzelunterricht begeistert, und „wie die Werke als Ganzes besprochen wurden“.

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Auch Fritz Unglert freut’s, dass seine Idee so gut angekommen ist, die vom Idealismus der Nachwuchskünstler abhing: „Alle waren sofort dabei und haben kostenlos ihre Zeit und Kunst zur Verfügung gestellt.

Schlusskonzert mit „Trio Karénine“ in der Festhalle, 26. Oktober, bei Fritz Unglert: 07303/7257, Buch&Musik: 07303/928464 oder Traffiti Center: 0731/1662124

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