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Kellmünz

03.02.2019

Narren nehmen Kellmünzer Bürgermeister fest

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Der Kellmünzer Illerhexen haben das Rathaus ein- und Bürgermeister Michael Obst gefangen genommen.
Bild: Zita Schmid

Rathaussturm: In Kellmünz haben jetzt die Illerhexen das Sagen.

Roter, stinkender Rauch hat plötzlich das Sitzungszimmer eingehüllt und die Illerhexen sind erschienen. Die gruseligen Gestalten mit ihrem langen Zottelhaar, die zum Rathaussturm in Kellmünz ansetzten, fackelten nicht lange: Bürgermeister Michael Obst und die Markträte, die sich zur Narrensitzung versammelt hatten, wurden gefangen genommen und damit entmachtet. Dabei hatte die maskierte Räteschaft gerade den ersten Punkt der Tagesordnung der Narrensitzung ordnungsgemäß abarbeiten können, bevor sie von den wilden Hästrägern unterbrochen wurde. „Einsparungspotenzial beim Winterdienst – Beheizung der Ortsstraßen“ hieß es auf der Agenda.

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Fasching im Illertal: Närrische Gemeinderatssitzung im Rathaus

Wie Obst ausführte, seien in diesem Winter bereits unzählige Stunden an Räum- und Streudienst geleistet worden. Trotzdem habe es Kritik gegeben, sodass Verbesserungen notwendig seien. Deshalb der Vorschlag, die Straßen mit Heizungen auszustatten. „Die dafür benötigte Energie könnte aus den Einsparungen der Straßenbeleuchtung verwendet werden“, sagte er. Denn nach der Umstellung auf LED würden hier im Jahr rund 10000 Euro eingespart werden. Anton Botzenhart, der als ehemaliger Marktrat kurzerhand einen Stuhl am Narrentisch einnahm, meinte, die römische Fußbodenheizung des einstigen Kellmünzer Kastells Caelius Mons könnte doch wieder instandgesetzt werden. Rat Norbert Zucktriegel hatte die Idee, die Wärme aus dem Abwasserkanal zu nutzen. Schließlich wurde beschlossen, bis zur nächsten Narrensitzung ein Heizkonzept auszuarbeiten. Zuwege zu den Häusern der Gemeinderäte sowie zwischen Rathaus und dem – bei der Räteschaft wohl beliebtem – Lokal Citytreff hätten dabei Priorität, hieß es.

Der zweite Tagesordnungspunkt über die „gelungene Sperrung des Hauptverkehrsweges (Illerbrücke) nach Baden-Württemberg“ ging dann im Trubel des Rathaussturms mehr oder weniger unter. Es war der inzwischen dritte Rathaussturm der Kellmünzer Illerhexen. Auch heuer wurden sie wieder von den Kindergartenkindern unterstützt, die für ihren Tanz vor dem Gebäude von zahlreichen Zuschauern viel Applaus erhielten.

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Fasching im Illertal: Narren erobern das Kellmünzer Rathaus
Bild: Zita Schmid

Die närrischen Hästräger hatten diesmal beschlossen, von einer Schandtatenrede abzusehen. Der Bürgermeister sollte dafür als Ehrenmitglied in die Narrenzunft aufgenommen werden. Hier musste er zusammen mit sieben Neuzugängen allerdings zunächst die Narrentaufe überstehen.

Ein Hexenmenü wartet auf die neuen Mitglieder

Gruseliges hatten die Hexen sich dafür ausgedacht: Ein dreigängiges Hexenmenü musste von ihnen verzehrt werden. Pudding etwa mit Knoblauch gewürzt oder Fleischsalat, der im Hexentopf unter anderem mit Zimt „verfeinert“ worden war, mussten sie hinunterwürgen. Schließlich wurden sie mit Konfetti getauft und sind seitdem richtige Illerhexen.

Die Polizei hatte in Biberberg einiges zu tun, auch dort war Fasching angesagt: Mann beißt Polizisten, Betrunkene stürzt in Bach

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