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Babenhausen

28.04.2015

Naturnaher Kindergarten soll Platzproblem lösen

Aus dem ehemaligen Weiherstüble wird ab dem kommenden Kindergartenjahr eine naturnahe Kindergartengruppe – zumindest für zwei Jahre.
Bild: Fritz Settele

Bislang 16 verbindliche Anmeldungen für Einrichtung im ehemaligen Weiherstüble in Babenhausen.

Der Babenhauser Marktrat hat sich dafür ausgesprochen, dass eine naturnahe Kindergartengruppe im ehemaligen Weiherstüble ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 für eine Dauer von maximal zwei Jahren eingerichtet wird. Die dafür notwendigen Mittel werden im Haushalt bereit gestellt. Laut Bürgermeister Otto Göppel wurden bisher 16 Kinder verbindlich angemeldet.

Bei einer Bedarfsabfrage bei den Eltern, die ab September ein Kind im Betreuungsalter haben, zeigte sich, dass in Babenhausen zu wenig Kindergartenplätze vorhanden sind. Obwohl zehn Babenhauser Kinder derzeit in auswärtigen Einrichtungen untergebracht sind, konnte nicht für alle Interessenten ein Kindergartenplatz zur Verfügung gestellt werden. Nach aktuellem Stand kann die Gemeinde laut Bürgermeister Göppel 14 Kinder nicht in den bestehenden Einrichtungen unterbringen. Auch die VG-Gemeinden können keine weiteren Kinder aus Babenhausen aufnehmen. Demgegenüber steht der gesetzliche Anspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr.

Die Kommune hat zusammen mit dem Landratsamt Unterallgäu verschiedene Alternativen untersucht. Ein Umbau des Kindergartengebäudes in der Griesbachstraße ist nach Göppels Worten wegen der hohen Anforderungen bezüglich Brandschutz und Fluchtwege sowie teuren Renovierungsarbeiten nicht möglich. Als weitere Möglichkeit wurde die Einrichtung eines naturnahen Kindergartens im ehemaligen Weiherstüble beim Fuggerweiher geprüft. Gemeinsam mit der Fachberatung des Landratsamtes Unterallgäu und der Bauaufsichtsbehörde wurde festgestellt, dass die Anforderungen an einen solchen naturnahen Kindergarten sehr gering sind und nur kleinere Renovierungsarbeiten notwendig werden.

Das Gebäude gehört dem Tourismusverein Babenhausen und ist derzeit an den Kreisjugendring Unterallgäu vermietet. Mit den jeweiligen Vorsitzenden wurde nach Göppels Worten Einigkeit darüber erzielt, dass der Markt Babenhausen das Weiherstüble für zwei Jahren nutzen kann. Vom Haus Fugger als Eigentümer des angrenzenden Waldes und des Weihers erhielt die Gemeinde ebenfalls eine positive Rückmeldung. (fs)

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