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Vöhringen

02.11.2019

Neue Betreuungseinrichtungen in Vöhringen sind offiziell eröffnet

Bei der offiziellen Eröffnung des Containers unterhielten sich die Erzieherinnen Anja Yuvarlak (von links) und die Jutta Span mit Stadträtin Brigitte Endriß.
Foto: ub

Um den Bedarf zu decken, hat die Stadt neue Lösungen geschaffen. Neben einem Waldkindergarten und einer Großtagespflege sind einige Kinder in einem Container untergebracht.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt. Um den Bedarf decken zu können, hat die Stadt Vöhringen Maßnahmen ergriffen: der Waldkindergarten wurde geschaffen, die Kindertageseinrichtung Nord durch eine Gruppe erweitert und eine Großtagespflege eingerichtet. Letztere ist zwar in privater Hand, aber die Stadt hat die Voraussetzungen geschaffen und das alte Knaur-Haus dafür renoviert. Jetzt sind die drei Einrichtungen offiziell von Vöhringens Bürgermeister Karl Janson ihrer Bestimmung übergeben worden.

Der Natur- und Waldkindergarten „Fuchsbau“ entstand in Illerberg. Derzeit werden dort sieben Kinder betreut, ab Januar 2020 werden es zehn sein. Insgesamt können 15 Mädchen und Buben ab drei Jahren im Fuchsbau aufgenommen werden. Die Einrichtung kostete die Stadt 60.000 Euro.

Eine Gruppe der Kita-Nord ist im Container an der Rappelkiste untergebracht

Zusätzliche Betreuungsplätze wurden vorübergehend in einem Container geschaffen, der sich östlich an die integrative Kita Rappelkiste anschließt. Dort ist die Sterntalergruppe mit aktuell 20 Kindern der Kita-Nord untergebracht. In der Gruppe haben bis zu 25 Mädchen und Buben Platz. Endgültiges Domizil wird ein ehemaliges Firmengebäude an der Falkenstraße sein – einen Steinwurf entdernt von der Kita-Nord, die umfangreich umgebaut wird.

Die Unterbringung im Container hatte zunächst zu Vorbehalten seitens der Eltern geführt. Doch Bürgermeister Janson erklärte bei einem Rundgang zusammen mit den Stadträten: „Die Einwände gegen eine Containerlösung sind nicht nachvollziehbar.“

Im Container an der Rappelkiste gibt es einen Gruppenraum, in dem die Kinder Mittagessen können, eine Küche für das morgendliche Frühstück, einen Raum für den Mittagsschlaf, einen Bewegungsraum, eine Leseecke, Kindertoiletten und einen Aufenthaltsraum für die Erzieherinnen. Jutta Span leitet die Kita-Nord, die Sterntalergruppe wird von Anja Yuvarlak geführt. Der Container ist voll klimatisiert, im Winter gibt es eine Heizung, im Sommer wird gekühlt. Die Kosten für Umbau und Möblierung beliefen sich auf 12.000 Euro.

In der Großtagespflege Klangkiste können zehn Kinder betreut werden

Der Container wurde aus praktischem Grund für die vierte Gruppe der Kita-Nord als Übergangslösung eingerichtet. Mit großem Kostenaufwand wurde die Rappelkiste erweitert und neuesten Erfordernissen angepasst. Um alle Kinder während des Umbaus unterbringen zu können, wurde der Container angeschafft. Nun wird er als Zwischenstation für die vierte Gruppe der Kita-Nord weiter genutzt.

Drittes Projekt, um die Nachfrage nach Betreuungsplätzen decken zu können, ist die Großtagespflege „Klangkiste“. Dort werden aktuell sechs Kinder im Alter von einundeinhalb bis zu vier Jahren betreut. Möglich ist die Aufnahme von 10 Mädchen und Buben im Alter von einem Jahr bis zu 14 Jahren. Auch diese Einrichtung ist jetzt offiziell eröffnet worden.

Träger ist die Jugendhilfe im Landkreis Neu-Um. Leiterin ist Katharina Hermann, für die Musik bei der Betreuung wichtig ist. Bei der Renovierung des alten Knaur-Hauses wurde ein Zugang zum Garten und eine neue Küche geschaffen. Nach Angaben von Janson lag der Kostenaufwand bislang bei 42.000 Euro. Er sagt: „Die Einrichtungen haben es ermöglicht, den aktuellen Bedarf an Betreuungsplätzen weitestgehend zu decken.“

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