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Vöhringen

19.06.2019

Neue Gastro-Pläne für die alte „Krone“

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Das Gebäude des alten Gasthauses „Krone“ ist in die Höhe gewachsen, es gibt ein Stockwerk mehr. Darin wird ein Penthouse eingerichtet. In den unteren Etagen gibt es Wohnungen.
Bild: Ursula Katharina Balken

Fünf Wohneinheiten sind in dem ehemaligen Gasthaus in Vöhringen angedacht. Im Erdgeschoss soll Gastronomie einziehen – für die haben die Bauherren schon konkrete Ideen.

Es wird gebohrt, gehämmert und gesägt: Das Innenleben des ehemaligen Gasthauses „Krone“ in Vöhringen wird komplett umgekrempelt. Die umfangreichen Bauarbeiten gehen zügig voran. Die beiden Bauträger Alexander Matis, 35 und sein Bruder Eduard Matis, 31, zeigen sich optimistisch, rechnen mit der Fertigstellung des Umbaus im Laufe des kommenden Jahres. Dann gibt es im Zentrum von Vöhringen an der Ecke Bahnhofstraße und Ulmer Straße ein mehrstöckiges Wohnhaus, in dessen Erdgeschoss ein gastronomischer Betrieb seine Pforten öffnet.

Geplant sind insgesamt fünf Wohneinheiten, einschließlich einem Penthouse. Dafür musste das Gebäude auf drei Stockwerke ausgebaut werden. In den darunterliegenden zwei Stockwerken soll es jeweils zwei Wohnungen, drei Drei-Zimmer-Wohneinheiten und eine mit vier Räumen, geben. Die Wohnungen werden wohl als Erstes bezugsfertig sein. Aber so lange die Räume der Gastronomie nicht fertig sind, sollen die neuen Bewohner nicht einziehen. „Wir wollen nicht, dass sie durch Baulärm gestört werden“, sagen die beiden Unternehmer.

Bauherren schätzen Kosten auf rund 1,5 Millionen Euro

Das Gebäude musste völlig ausgekernt werden, auch statisch war einiges zu tun. Neue Fundamente, Bodenplatten und Decken wurden eingezogen sowie Stützsäulen gebaut. Die Kosten für den Umbau geben die Matis-Brüder mit rund 1,5 Millionen Euro an. Das Aussehen des Traditionshauses werde eine Mischung aus Altem und Modernem werden. Diese Idee hatte der Vöhringer Architekt Joachim Beier. Gastro- und Wohnbereich werden streng voneinander getrennt sein. Die Bewohner haben ihren eigenen Eingang auf der Nordseite des Hauses. Der Zugang zum Gastraum erfolgt wie schon früher von der Ulmer Straße aus. Die „Krone“ war ein Traditionsgasthaus mit einem Tanzsaal, in dem zu früheren Zeiten zünftige Faschingsveranstaltungen stattgefunden haben. Obwohl in bester Innenstadt-Lage, ging es nach vielen Namenswechseln mit dem Gebäude und seinem gastronomischen Angebot bergab. Die Brüder Matis hatten schon lange ein Auge auf den Bau geworfen. „Das Gebäude hat Charme und den wollen wir auch erhalten und durch das Penthouse im dritten Stock noch toppen“, sagt Alexander Matis und Bruder Eduard ergänzt, dass die zentrale Lage für die Bewohner ein Vorteil sei. Um die Ecke gibt es eine Bäckerei und einen Supermarkt.

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Es gibt schon mehrere Interessenten für das Lokal im Erdgeschoss

In Vöhringen wird nun gerätselt, welche Art von Gastronomie sich im Erdgeschoss etablieren wird. Die beiden Bauträger haben nach eigenen Angaben mehrere Interessenten aus Vöhringen und der Umgebung an der Hand. Es gebe verschiedene Konzepte. Das Matis-Duo favorisiere aber Vorschläge für ein bistro-ähnliches Lokal. Schließlich wolle man dem gegenüberliegenden alt eingesessenen Bräuhaus Lepple keine Konkurrenz machen. Angedacht sei, ein Frühstück anzubieten, mittags sollen Snacks oder Antipasti-Teller auf der Speisekarte stehen, ebenso am Abend. Es soll ein Lokal geben, in dem die Menschen in Ruhe ein Bier, ein Glas Wein oder einen Cocktail genießen können, lautet der Wunsch der Matis-Brüder. Die Bauträger betonen, dass die Gastronomie zu einer christlichen Zeit schließen soll. Schließlich habe man an die Bewohner des Hauses in den oberen Etagen zu denken. Wer letztlich als neuer Pächter das Rennen macht, sei allerdings noch unklar. Die Bauherren wollen dem neuen Wirt baulich aber so weit wie möglich entgegenkommen.

In den zwei Gasträumen, ein kleiner und ein großer, soll es maximal 40 Plätze geben. Der Wunsch der Bauträger: ein gediegenes und harmonisches Ambiente. Auch gebe es künftig einen kleineren Nebenraum, der für Meetings genutzt werden könnte. Angedacht ist auch eine Außenbestuhlung. Aber das sieht Alexander Matis realistisch: „Es wird die Frage zu klären sein, ob dies platzmäßig möglich ist.“ Da werde der Stadtrat ein Wörtchen mitzureden haben.

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