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Illertissen

24.06.2020

Neue Lösung für den Radweg zum Fastfood-Restaurant

Hier könnte der Radweg direkt ins Gewerbegebiet Leitschäcker laufen: Der gemähte Streifen rechts im Bild gehört zum größten Teil der Stadt. Einige Mitglieder des Stadtrats könnten sich auch vorstellen, eine Querungshilfe im Bereich der Sperrfläche anzubringen, die auf der Staatsstraße eingezeichnet ist.
Bild: Rebekka Jakob

Plus Noch ist nicht geklärt, wie Fußgänger und Radfahrer sicher ins Gewerbegebiet Leitschäcker in Illertissen kommen. Jetzt hat sich der Bauausschuss die Sache vor Ort angesehen - und selbst ausprobiert.

Wo kann ein möglichst sicherer und praktischer Radweg ins neue Gewerbegebiet Leitschäcker entstehen? Der Bau- und Umweltausschuss des Illertisser Stadtrats hat sich erneut mit dem Thema befasst. Diesmal nahmen die Räte die mögliche Strecke direkt in Augenschein. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Eisen, Bernd Hillemeyer von der Stadtverwaltung sowie Vertretern des Staatlichen Bauamts Krumbach wanderten sie entlang der Staatsstraße 2018. Dabei wurde deutlich: Egal wo der Radweg verlaufen wird, besonders idyllisch wird er nicht.

Entgegen der ursprünglich vorgestellten Planung favorisieren die Fachbehörden jetzt die Variante, die von der Stadt kommenden Radfahrer bereits am oberen Kreisverkehr über die Fahrbahn zu leiten – zwischen dem Pendlerparkplatz und der Staatsstraße ginge es dann weiter unter der Autobahnbrücke hindurch direkt hinterhalb des Mc Donald’s. Das Fast-Food-Restaurant ist zumindest derzeit noch das Hauptziel vor allem von Kindern und Jugendlichen, die zu Fuß oder mit dem Rad in den Leitschäcker unterwegs sind. Doch auch Firmen siedeln dort an und sollen mit dem Fahrrad erreichbar sein, so die Planung. „Das Praktische ist dabei auch, dass der Grünstreifen zwischen den Bäumen und dem Restaurant uns gehört“, informierte Hillemeyer über die Besitzverhältnisse. Die jetzt favorisierte Lösung ähnle im Übrigen der an der Ortseinfahrt Tiefenbach.

Radweg zum Gewerbegebiet: Querung der Staatsstraße ist der Knackpunkt

Doch eine andere Variante scheint für Teile des Stadtrats ebenfalls noch infrage zu kommen: Statt – wie zunächst gedacht – mit dem Radweg auf der Stadtseite der Fahrbahn zu bleiben und dann erst beim Kreisverkehr vor der Einfahrt zum Gewerbegebiet zu queren, könnte bereits auf Höhe der Sperrflächen eine Querung eingebaut werden. Damit würden die Radfahrer und Fußgänger auf freier Strecke zwischen Kreisverkehr und Autobahnbrücke die Straßenseite wechseln.

Neue Lösung für den Radweg zum Fastfood-Restaurant

Auch diese Variante birgt offenbar Risiken: Helga Sonntag (ÖDP/AB/Grüne) hatte wie ihr CSU-Kollege Uwe Bolkart den Weg zum Ortstermin und wieder in die Schranne mit dem Fahrrad zurückgelegt – und auf dem Rückweg das Experiment gewagt, die Staatsstraße auf freier Strecke zwischen Kreisverkehr und Autobahnbrücke zu überqueren. Ihr Fazit wenige Minuten später: „Wir haben versucht, mit dem Fahrrad die Straße zu queren. Es geht nicht. Wir mussten sogar ein Auto anhalten, damit wir rüber kommen konnten. Eine Querung an dieser Stelle ist lebensgefährlich.“

Gemütlich wird der Radweg nicht

Laut und ungemütlich ist der Weg zwischen Stadt und Gewerbegebiet allemal – das merkten alle Teilnehmer des Ortstermins spätestens, als sie unter der Autobahnbrücke standen und der Lärm der A7 zusammen mit dem Feierabend-verkehr auf der Staatsstraße zu einer gewaltigen Lärmkulisse anschwoll. Nicht alle schreckt das allerdings ab: Zwei vorbeifahrende Radfahrer grüßten die über das verzwickte Verkehrsproblem grübelnden Stadträte fröhlich von der Staatsstraße aus.

Welche Variante es am Ende werden wird, darüber müssen die Ratsmitglieder entscheiden. Bürgermeister Jürgen Eisen kündigte nach dem Ortstermin an, dass das Thema wahrscheinlich in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses besprochen wird. Dass es eine Lösung geben muss, zeigt allein schon die Tatsache, die Bernd Hillemeyer zuvor draußen vor Ort deutlich gemacht hatte: Bedingung für die spätere Weiterführung des Radwegs Richtung Unterroth durch den Landkreis ist der Bau dieser Verbindungsstrecke.

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