Newsticker

Trotz steigender Infektionszahlen: Kliniken halten wenige Intensivbetten frei

19.07.2010

Neue Neurologie

Memmingen Eine "wesentliche Verbesserung für die Patienten" soll die neue neurologische Hauptabteilung am Memminger Klinikum mit sich bringen. Diese nimmt zum 1. August ihre Arbeit auf.

Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen der Stadt Memmingen als Träger und den Bezirkskliniken Schwaben, die für das Personal zuständig sind. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Thomas Düll (Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken) unterzeichneten gestern die Vertragspapiere (siehe auch Infokasten).

Vorstandsvorsitzender Düll lobte die "seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit" zwischen dem Memminger Klinikum und den Bezirkskliniken. Sie sei die Basis für das "weiterführende Projekt", das nun ins Leben gerufen worden sei.

365 Tage, rund um die Uhr

Neue Neurologie

In der neuen Abteilung soll es laut Düll eine bessere Versorgung von Patienten geben, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Ein neues, vierköpfiges Ärzteteam werde künftig an "365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung" stehen, erläuterte Wolfram Firnhaber, der Verwaltungsleiter des Klinikums. Das sei von allergrößter Bedeutung, hob er hervor: Denn gerade bei Schlaganfall-Patienten, die mit Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen zu kämpfen hätten, sei eine möglichst schnelle neurologische Diagnostik wichtig. Den größten therapeutischen Erfolg erziele man, wenn die Zeitspanne zwischen dem Anfall und dem Beginn der Therapie so kurz wie möglich sei, so Firnhaber. Mit der neuen Hauptabteilung werde das Leistungsspektrum des Klinikums Memmingen nun "erheblich erweitert" - und zwar zu Gunsten einer "optimalen medizinischen Versorgung" in der Region Memmingen, Unterallgäu und württembergisches Illertal.

"Hochkarätig besetzt"

Erster Chefarzt der neurologischen Hauptabteilung ist Dr. Christoph Lichy. Der 40-Jährige war bislang Oberarzt am Universitätsklinikum Heidelberg. Nach Angaben von Holzinger und Düll hat sich Lichy in einer "hochkarätig besetzten Bewerberschar" durchgesetzt.

Das sei nicht weiter verwunderlich, habe Lichy doch "eine sehr gute Schule genossen": So hat der neue Chefarzt in Heidelberg im Team von Professor Werner Hacke gearbeitet, der als deutscher "Schlaganfall-Papst" gilt. Lichy, der einen weiteren Oberarzt aus Heidelberg mit nach Memmingen bringt, verwies auf die Vorarbeit von Dr. Oliver Meudt, der seit 2005 bereits rund 400 Schlaganfall-Patienten in Memmingen betreut habe. Dessen Zeit als "Einzelkämpfer" sei nun vorbei, unterstrich der neue Chefarzt, der auf Teamarbeit setzt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren