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Illereichen

04.02.2020

Neue Pläne für ehemaliges Freizeitheim in Illereichen

Die Umnutzung des ehemaligen Illereicher Jugend- und Freizeitheims „Haus Franziskus“ in Wohnraum kommt nur mühsam voran.
Bild: Armin Schmid

In Illereichen sollen im Haus Franziskus fünf Wohnungen entstehen. Doch das Landratsamt bremst das Vorhaben aus.

Was passiert mit dem ehemaligen, rund 300 Jahre alten Pfarrhaus in Illereichen? Die Planung gestaltet sich nach wie vor schwierig, wie Bürgermeister Wolfgang Höß in einer Sitzung des Altenstadter Bauausschusses berichtete. In das ehemalige Jugend- und Freizeitheim „Haus Franziskus“ sollen nun drei Wohnungen eingebaut werden. Ursprünglicher Plan war es, fünf Wohnungen entstehen zu lassen. Ein entsprechender Bauantrag liegt vor.

Das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Haus, das sich in kirchlichem Besitz befand, wurde vor rund einem Jahr an den jetzigen Bauherrn verkauft. In den Jahren 1984/85 wurde der historische Pfarrhof mit Unterstützung der Diözese Augsburg vom Caritasverband renoviert und danach als Bildungszentrum weitergeführt. 25 Jahre lang war der Caritasverband Mieter des Hauses. Seither steht der Pfarrhof leer.

Landratsamt verlang Änderung des Bebauungsplans

Laut Höß hat das Landratsamt Mitte des vergangenen Jahres festgestellt, dass für die Art der neuen baulichen Nutzung keine Befreiung erteilt werden kann. Somit müsse eine Änderung des Bebauungsplans „Schlossgrabenbrücke“ erfolgen. Im Juni 2019 habe der Marktgemeinderat sein grundsätzliches Einverständnis erklärt und die Verwaltung mit der Einholung von Planungsangeboten beauftragt. Der Aufstellungsbeschluss sei im November gefasst und auch ein schalltechnisches Gutachten in Auftrag gegeben worden. Ende des vergangenen Jahres fasste der Marktrat den Beschluss, die bisher als Fläche für Gemeinbedarf festgesetzte Fläche des Anwesens Pfarrhofplatz 1 als Wohnbaufläche festzusetzen. Ziel war es, dem Bauherren den Einbau der drei Wohnungen zeitnah zu ermöglichen.

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Doch dieser Plan ging bislang nicht auf: Das Landratsamt bleibt dabei, dass eine Befreiung nicht möglich ist, solange die formelle Planreife des geänderten Bebauungsplans nicht erreicht ist – und hält daran fest, dass das Bauvorhaben derzeit aus bauplanerischer Sicht nicht genehmigungsfähig ist. Der Bürgermeister bekräftigte, dass die Gemeinde dem Bauvorhaben bereits das Einvernehmen erteilt habe und zusehen müsse, dass sie mit der Änderung des Bebauungsplans vorankommt. Allerdings sei es eben auch so, dass der Marktgemeinderat bereits beschlossen hat, das ehemalige Haus Franziskus in Wohnbauflächen umzunutzen zu lassen. Die Mitglieder des Bauausschusses sahen das Bauvorhaben als genehmigungsfähig an und sprachen sich einstimmig dafür aus, den Beschluss zur weiteren Entscheidungsfindung ans Landratsamt zu senden.

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