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Kindergarten

26.06.2020

Neuer Kindergarten: Darauf kommt es den Stadträten an

Man könnte meinen, dass die Vöhringer Kinder hier, auf dem Hof des Kindergartens Nord, genug Platz zum Spielen und Toben haben. Doch das stimmt so nicht. Prognosen zeigen, dass künftig immer mehr Betreuungsplätze benötigt werden. Der Stadtrat diskutiert, wo diese am besten geschaffen werden können.
Bild: Ursula Katharina Balken

Plus Auch in Vöhringen steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder. Im Stadtrat wurden mehrere Alternativen über Anbau und Neubau eines Kindergartens diskutiert.

Der Landkreis wächst – und damit der Bedarf an Kindergartenplätzen. Auch in Vöhringen müssen und sollen in den kommenden Jahren noch mehr Betreuungsplätze geschaffen werden. Die Erweiterung der Kita Rappelkiste und sowie die Einrichtung einer Kita in einem Gebäude in der Falkenstraße reichen nicht aus.

Im Bauausschuss stellte Manuel Tress vom Baltringer Architekturbüro Tress in einer Standortuntersuchung mögliche Alternativen vor. Im Raum stehen in Erweiterung sowie Sanierung des Kindergartens Nord und beziehungsweise oder ein Neubau an anderer Stelle ( Mehr dazu hier). Seither hatten die Stadträte Zeit, sich näher mit den möglichen Kosten zu beschäftigen. Diese liegen Schätzungen des Planers zufolge je nach Variante zwischen 6,1 und 6,4 Millionen. In der jüngsten Sitzung des Gremiums sprachen sich die meisten grundsätzlich für die erste Variante aus: Die Erweiterung des Kindergartens Nord und ein Neubau zwischen Sperberweg und Falkenstraße.

Braucht es eine neue Straße zum Kindergarten?

Einige Anregungen hatten die Räte dennoch. Markus Harzenetter, Fraktionssprecher der Grünen, wollte wissen, ob die eingeplante neue Straße neben dem geplanten Kindergartenneubau wirklich nötig sei. Schließlich könnte die Einrichtung auch über den Sperberweg erreicht werden, wo das Verkehrsaufkommen ohnehin nicht so hoch ist. Timo Söhner erinnerte aber daran, dass neben dem Kindergarten das neue Caritas-Centrum gebaut werden soll. Damit werde der Verkehr sicherlich zunehmen. Harzenetter regte außerdem an, nur die gesetzlich geforderten Stellplätze zu bauen und so die Eltern dazu anzuregen, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Rad zum Kindergarten zu bringen.

Neuer Kindergarten: Darauf kommt es den Stadträten an

Die SPD-Fraktion hat sich in Vorbereitung auf die Sitzung noch eine weitere Möglichkeit überlegt. Der Vorschlag: das Provisorium an der Falkenstraße länger zu erhalten und die Sanierung des Kindergartens Nord zu verschieben. So könne man sich einen zeitlichen Puffer verschaffen. Der geplante Neubau könnte etwas verschoben werden, um so von der Falkenstraße her mehr Parkplätze zu generieren. Timo Söhner erklärte zum Vorschlag, die Sanierung des Kiga Nord zu verschieben, dass es für die Sanierung von Bestandskindergärten im Moment bessere Möglichkeiten finanzieller Förderung gibt. Die Fördertöpfe für einen Neubau seien im Moment allerdings leer. Söhner schlug vor, vielleicht besser damit zu warten, bis es ein neues Förderprogramm gibt. Der Kiga Nord müsste außerdem dringend saniert werden. In diesem Zuge könnte er gleich erweitert werden.

Bau von Kindergarten und Wohnraum verbinden?

Der Fraktionssprecher der CSU, Markus Prestele, erinnerte an einen Vorschlag, den der ehemalige Stadtrat Florian Hesser vor einiger Zeit gemacht hatte, nämlich einen Kindergartenbau mit der Schaffung von Wohnraum zu verbinden. Beispielsweise indem in einem zweigeschossigen Gebäude im Erdgeschoss eine Betreuungseinrichtung und im ersten Stock Wohnungen gebaut werden.

Bis tatsächlich mit einem Neubau begonnen werden kann, wird es allerdings noch dauern. Wie Söhner erklärt, ist mit bis zu zwei Jahren Planungszeit, inklusive der gesetzlich geforderten EU-weiten Architektenausschreibung, zu rechnen. Dann könne man an die Ausschreibung der Arbeiten gehen. Die Diskussionen zum Thema Kindergarten beendete Bürgermeister Neher mit dem Hinweis, dass die Verwaltung nun ausreichend Hausaufgaben erhalten hat. So wird der Tagesordnungspunkt „Kindergarten“ sicher bald wieder auf der Agenda in Stadtrat und Bauausschuss auftauchen.

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