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Kellmünz

10.10.2019

Neues Baugebiet in Kellmünz: Es gibt Hürden

Die Bauleitplanung für das geplante Kellmünzer Baugebiet „Römerhöhe“ gestaltet sich aufgrund der extremen Hanglage sehr schwierig.
Bild: Armin Schmid

Auf der „Römerhöhe“ in Kellmünz soll neuer Wohnraum entstehen. Doch das Areal stellt die Markträte und den Planer vor Herausforderungen.

Die Gestaltung des neuen Baugebiets Römerhöhe in Kellmünz gestaltet sich schwierig. Der Kellmünzer Marktgemeinderat hat die nochmalige öffentliche Auslegung des Bebauungsplans verschoben. Grund dafür ist die extreme Hanglage des Geländeareals, die teilweise zu stark unterschiedlichen und ungünstigen Höhenniveaus zwischen den geplanten Häusern und der Straßen führt.

Das Areal befindet sich relativ zentral im Ortsmittelpunkt zwischen der Illertalstraße und der Römerstraße. Das neue Baugebiet, für das Grünflächen von 2,45 Hektar überplant werden müssten, liegt in einer plateauartigen Hanglage mit Blickrichtung ins benachbarte Baden-Württemberg oder Richtung Filzingen. Es soll Platz für 26 Wohnhäuser geschaffen werden. Laut Planer Christian Wandinger vom Büro Lars-Consult wird dafür ein größerer Teil des bestehenden Waldstücks weichen müssen. Offene Fragen gibt es noch beim Thema, wie mit Regenwasser umgegangen wird. Falls eine Versickerung des Hangwassers nicht möglich ist, müsse man das Regenwasser in das kommunale Kanalsystem einleiten, so der Planer.

Bauherren müssen an den Denkmalschutz denken

Das Gelände befindet sich außerdem im Nahbereich des historischen Siedlungskerns und demnach in der Nähe des ehemaligen Römerkastells und eines Burgstalls aus dem Mittelalter. Bürgermeister Michael Obst sagte, man müsse davon ausgehen, dass private Bauherren eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis bei Grabungen zum Bau eines Hauses benötigen. Planer Christian Wandinger schlug vor, diesen denkmalschutzrechtlichen Aufwand in einem Schritt für das gesamte Baugebiet durchzuführen und so Kosten zu sparen.

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Ein weiteres Thema war die Fortführung eines Fußwegs aus dem Baugebiet heraus. Manche Markträte hielten eine Fortführung der fußläufigen Verbindung in Richtung Bahnhof nicht für erforderlich. Bürgermeister Obst betonte, dass eine Anbindung des Fußwegs an die Illertalstraße erstrebenswert gewesen wäre, aber letztlich nicht gebaut werden kann. Die Gemeinde konnte den dafür notwendigen Grund nicht kaufen. Ein Privatanlieger hatte außerdem beantragt, dass sein neben dem neuen Baugebiet liegendes Grundstück mit erschlossen wird. Das sei bei dem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstücks allerdings schwierig umzusetzen, so die Meinung im Gremium. Eine Planänderung wurde daher nicht veranlasst.

Vorgesehen sind außerdem drei Geschoßwohnungsbauten mit bis zu acht Wohneinheiten. Wegen der vielen Änderungen soll der Bebauungsplan nochmals öffentlich ausgelegt werden. Der Zeitpunkt dafür wurde allerdings verschoben. Zunächst soll für die teils sehr unterschiedlichen Höhenniveaus der geplanten Häuser und Straßenbereiche eine andere Lösung gefunden werden.

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