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Landkreis

07.01.2019

Noch mehr Bürger beschweren sich über tote Leitungen

Nicht nur die Menschen in Unterroth haben Probleme mit ihrer Verbindung. Auch in Illerberg und Au gibt es Ausfälle.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbol)

Wochenlang waren die Unterrother auf dem Festnetz nicht erreichbar. Doch auch in anderen Gemeinden herrscht Funkstille. Was die Netzbetreiber dazu sagen.

Frohe Botschaft für viele Unterrother: Seit Montagabend soll die Telefon- und Internetverbindung in allen Teilen der Gemeinde wieder funktionieren. Das teilte der Netzbetreiber Telekom am Montag Nachmittag mit. Bereits Mitte Dezember war, wie berichtet, in Duzenden Haushalten die Verbindung ausgefallen. Grund dafür ist laut Telekom ein Wasserschaden in der Hauptleitung, der erst jetzt repariert werden konnte. Angeblich waren bis zu 100 Haushalte betroffen. Die Telekom bestätigte diese Zahl jedoch nicht.

Doch während in Unterroth die Verbindung wieder steht, werden auch andere Orte in der Region von dauerhaften Ausfällen heimgesucht. Auf unsere Berichterstattung hin meldeten sich weitere Betroffene bei unserer Redaktion und berichteten von ähnlichen Problemen. Neben den Illertisser Stadtteilen Au und Betlinshausen sind demnach unter anderem auch Altenstadt, Kettershausen, Illerberg und Balzheim betroffen.

Auch in Illerberg ist laut Telekom Wasser schuld an der Störung

Das sorgt für einigen Ärger: In Illerberg bestehen die Probleme laut eines Einwohners nämlich schon ähnlich lange wie in Unterroth. Seit mindestens 20. Dezember, sagt Siegfried Mayer, funktionieren viele Telefone nicht mehr. Auch er selbst sei betroffen. „Ursprünglich hieß es, das Problem ist nach den Feiertagen behoben. Jetzt ist immer noch nichts passiert“, sagt er. Vor allem wegen der älteren Menschen wie seinem 84-jährigen Vater mache er sich Sorgen. „Bei der Telekom hieß es, er soll ein Handy kaufen. Wie soll denn das funktionieren?“ Schließlich sei die moderne Technik für Menschen in dem Alter nicht mehr so leicht zu verstehen. Mayer: „Mir stinkt das Ganze!“ Auf mehrmalige Nachfrage hin habe er von einem Telekommitarbeiter lediglich erfahren, dass die Reparatur bis zu sechs Monate dauern könne.

Doch ganz so lange müssen die Illerberger wohl nicht warten. Wie Telekom-Pressesprecherin Lisa Machnig auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, soll der Schaden bist spätestens Mitte der kommenden Woche repariert sein, vielleicht sogar früher.

Grund für die Störungen in Illerberg ist demnach Wasser, das in die Hauptleitung gelangt ist – genau wie in Unterroth. Der Betroffene Mayer will jedoch von starken Regenfällen nichts mitbekommen haben.

Bei Vodafone heißt es, man tue "alles Menschenmögliche"

Doch nicht nur die Telekom scheint Probleme zu haben. In Teilen des Illertisser Ortsteils Au funktionieren seit vergangenen Freitag weder Internet, noch Telefon oder Fernsehen. Der Netzbetreiber dort: Vodafone. „Das Ganze ist einfach wahnsinnig ärgerlich“, sagt Einwohner Hans Immel. Er könne deshalb nicht einmal wie gewohnt auf seine Bankdaten zugreifen und Überweisungen tätigen, weil er Online-Banking nutzt.

Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf zufolge ist ein defektes Bauteil in einer unterirdischen Zufuhrtrasse für die Probleme verantwortlich. Insgesamt seien 21 Haushalte betroffen. Man setze „alles Menschenmögliche daran“ die Verbindungsfehler zu beheben. Derzeit warte man lediglich auf die Baugenehmigung. Dann könne noch am heutigen Dienstag „entstört“ werden.

Hans Immel erzählt indes, Vodafone habe ihm als Entschädigung für die Störung immerhin Ersatz angeboten: Fünf Gigabyte zusätzliches Datenvolumen kostenlos für seinen Mobilfunkvertrag. Doch die Sache hat einen Haken: Immel ist schon vor einiger Zeit von Vodafone zu einem anderen Mobilfunkanbieter gewechselt. Das zusätzliche Volumen bringt ihm also nichts.

Alles zu den wochenlangen Ausfällen in Unterroth lesen Sie hier: Warum in Unterroth seit Wochen die Leitungen tot sind

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