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Kettershausen

13.02.2015

Oberrieder Weiher: Räte wollen keine Aussichtsplattform

Der Oberrieder Weiher mit Blick in Richtung Ortsverbindungsstraße von Zaiertshofen nach Breitenthal. Der Kiesabbau ist dort nun beendet und der See soll rekultiviert werden.

Der Oberrieder Weiher soll rekultiviert werden. Warum sich der Gemeinderat jedoch gegen eine Aussichtsplattform ausspricht.

Kettershausen Nachdem der Tagesordnungspunkt „Nasskiesausbeute der Firma Alpines Hartschotterwerk Senden“ und damit verbunden die Rekultivierung des Oberrieder Weihers in der Gemarkung Zaiertshofen bei der vergangenen Sitzung des Kettershauser Gemeinderates vertagt wurde, kam das Thema nun wieder auf den Tisch.

Wie berichtet, soll der Oberrieder Weiher rekultiviert werden, nachdem der Kiesabbau dort beendet wurde. Beim Landratsamt hat die Firma Tekturplanunterlagen eingereicht und die Anpassung der einst genehmigten Rekultivierung beantragt. Die jetzigen Änderungen seien erforderlich, da für die im Genehmigungsbescheid vorgesehene Verfüllung nicht ausreichend Abraummaterial zur Verfügung steht.

Bei der Sitzung im Januar wollten die Räte die damaligen Pläne einsehen, bevor sie Beschluss fassen. Ursprüngliche Pläne, wie die Rekultivierung aussehen soll, würden nicht vorliegen, berichtete nun Bürgermeisterin Susanne Schewetzky bei der jüngsten Sitzung. Auf Nachfrage der Illertisser Zeitung erklärte die Bürgermeisterin, dass einst wohl geplant war, im Zuge der Rekultivierung wieder alles zu verfüllen. Dies sei heute ohne den nicht mehr erlaubten Fremdboden nicht mehr möglich.

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Laut aktuellem Planvorschlag der Firma soll nun der Wall (Abraum) an der Ortsverbindungsstraße von Breitenthal nach Zaiertshofen ins Wasser geschoben werden. Entlang der Straße soll zur Verkehrssicherheit ein Graben mit 30 Zentimeter Tiefe, anschließend ein Wall mit einem Meter Höhe und danach wieder ein Graben mit 30 Zentimeter Tiefe angelegt werden. Die jetzt bestehende Halbinsel bei der Werkszufahrt wird unterbrochen, so dass eine Insel entsteht. Diese wird vorher noch abgetragen und in Teilbereichen zur Flachwasserzone ausgebildet. Mit dem zwischengelagerten Humus bei der Werksauszufahrt könnte auf der Insel eine Aussichtsplattform geschaffen werden. Der Wall an der westlichen Seite soll aus Sicherheitsgründen so bestehen bleiben. Dadurch würde auch das Lagern am See erschwert. Im südwestlichen Bereich soll die vorhandene Halbinsel verlängert und das Eck mit Abraum von der Halbinsel verfüllt und zur Flachwasserzone gemacht werden. Der südliche Bereich wurde offenbar vor Jahren bereits rekultiviert und könne so belassen werden.

Vor allem mit der geplanten Aussichtsplattform konnten sich die Räte nicht anfreunden. „Wer pflegt diese mal?“, fragte Markus Koneberg. Auch Clemens Winter hält die Plattform nicht für notwendig. Vielmehr sollte das komplette, vorhandene Material eingeschoben werden. Verena Winter meinte klarstellend, dass eine vollständige Verfüllung sowieso nicht mehr zur Diskussion stehe und man daran quasi keine Gedanken mehr verschwenden müsse. Einstimmig beschloss das Gremium, das gemeindliche Einvernehmen für die Tekturpläne nur zur erteilen, wenn das komplette vorhandene Abraummaterial wieder eingebracht wird. (zisc)

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