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Oberschönegg

12.08.2019

Oberschönegger Viehscheid soll in die nächste Runde gehen

Noch steht das Jungvieh auf der Weide, aber in ein paar Wochen geht es zurück in den heimischen Stall. Das soll in Oberschönegg wieder mit einem Viehscheid samt Fest gefeiert werden.
Bild: Sammlung Fäßler (Archivbild)

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr ist wieder ein Fest in Oberschönegg geplant. Das könnte größer ausfallen.

Noch weiden die Rinder auf Wiesen um Oberschönegg. Doch in ein paar Wochen, nach der Sommerfrische, geht es für sie zurück in den Stall – und das soll auch in diesem Jahr mit einem Viehscheid samt Fest gefeiert werden. Nach der Premiere der Veranstaltung im vergangenen Jahr und viel positiver Resonanz plant Landwirt und Zweiter Bürgermeister Gerhard Fäßler eine Neuauflage. Und die könnte größer ausfallen.

Wie berichtet, hatte die Familie bereits in den Jahren zuvor Jungvieh von der Weide zurück zum heimischen Hof getrieben. Das hatte die Aufmerksamkeit der Oberschönegger erregt, mit der Zeit beobachteten immer mehr Zuschauer das Spektakel – bis dann im September 2018 der erste offizielle Viehscheid stattfand, mit bunt geschmückten Rindern, Glocken, Blasmusik und Bewirtung.

Prompt kamen um die 800 Besucher in den kleinen Ort, zum wohl nördlichsten Viehscheid des Allgäus – und damit mehr als Fäßler und die ehrenamtlichen Helfer erwartet hatten. Die Speisen seien im Laufe des Tages ausgegangen, eingekauft habe man nur für etwa 500 Leute, erinnert sich Fäßler. „Das soll heuer anders sein.“

Oberschönegger Viehscheid soll in die nächste Runde gehen

Kuhfladen könnten heuer eine besondere Rolle spielen

Der Landwirt und die Helfer haben den Sonntag, 13. Oktober, als Viehscheid-Termin ins Auge gefasst. Das ist etwas später als im vergangenen Jahr. Der Sommer sei heuer weniger trocken, erklärt Fäßler, darum sei mehr Futter auf den Wiesen vorhanden – und deshalb dürfte der Großteil der rund 40 Tiere auch länger draußen weiden.

Fäßler sagt, dass der Viehscheid mitunter dazu beitragen solle, den Besuchern ein anderes, ein positives Bild von der Landwirtschaft zu zeigen – gerade jetzt, da die Ermittlungen gegen Landwirte im Landkreis Unterallgäu wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Tierschutz die Schlagzeilen bestimmen. „Es geht nicht allen Tieren schlecht!“, so die Botschaft.

Gegenüber unserer Redaktion verrät Fäßler: „Wir wollen eventuell auch den Samstagabend dazunehmen“. Ein geselliges Beisammensein für Jung und Alt könnte aller Voraussicht nach zur Einstimmung stattfinden, mit Musik, „zu der man auch tanzen kann“. Auch an diesem Abend soll Allgäuer Brauchtum im Mittelpunkt stehen: „Die Frauen kommen dann hoffentlich im Dirndl und die Männer in der Lederhose“. Um nicht vom Wetter abhängig zu sein, werde eine größere Maschinenhalle auf seinem Hof zum Veranstaltungsort umfunktioniert. Und auch einen kuriosen Wettbewerb kann sich Fäßler gut vorstellen: einen Kuhfladen-Weitwurf. Ein solcher habe 2014 schon einmal im Ort stattgefunden, während der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Viehzuchtgenossenschaft Oberschönegg, deren Vorsitzender Fäßler ist.

Haus der Vereine: Planung ist in vollem Gange

Der Erlös des Viehscheids soll erneut in den Bau des geplanten Dorfgemeinschaftshauses in Oberschönegg fließen, das sich bereits seit einiger Zeit in Planung befindet. Einen Baustart im Frühjahr hält Fäßler für realistisch, es werde nun Zeit: „Irgendwann will man jetzt auch mal was sehen.“

Veranstalter des Viehscheids wird deshalb auch nicht mehr der örtliche Schützenverein allein sein, sondern die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) „Drei Schlegel“. Deren Teilhaber sind der Feuerwehr- und Brauchtumsverein, die Hobbykicker von Beinhart Oberschönegg und die Schützen. Die drei Vereine haben sich heuer zur GbR zusammengeschlossen, um gemeinsam als Bauherr für das Dorfgemeinschaftshaus aufzutreten. Der Name „Drei Schlegel“ ging aus einem Wettbewerb hervor, bei dem Bürger laut Fäßler ungefähr 30 Vorschläge eingereicht hatten. Schließlich habe der Name wegen seines Bezugs zu den drei Vereinen und zur Ortsgeschichte das Rennen gemacht. Das Gemeindewappen zieren nämlich unter anderem drei schwarze „Schlegel“, angelehnt an das Wappen der Herren von Schönegg, deren Stammburg sich im heutigen Gemeindegebiet befand.

Unseren Bericht über den ersten offiziellen Viehscheid in Oberschönegg lesen Sie hier: Mehr als 800 Besucher kommen zu Viehscheid in Oberschönegg

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