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Bellenberg

16.03.2019

Ortswechsel für den Partyshot

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2 Bilder
Gefeiert wurde jahrelang beim Partyshot.
Bild: Hechelmann (Symbol)

Die Musikgesellschaft möchte ihre Jugendveranstaltung auf der Festplatzwiese mitten in Bellenberg abhalten. Die Gemeinderäte sehen aber einige Punkte kritisch.

Soll der beliebte Partyshot der Musikgesellschaft Bellenberg auf dem Schlossberg wegen gestiegener Sicherheitsauflagen der Vergangenheit angehören? Sicherlich nicht – denn dann würde Bellenberg eine Veranstaltung für junge Leute aus der ganzen Region fehlen, und den Musikern entsprechende Einnahmen. Also muss ein neues Konzept oder genauer ein besserer Platz für die Mega-Party mit 1000 Besuchern her. Dieses Thema war Teil der Gemeinderatssitzung, wobei Stefan Lettner, Zweiter Vorsitzender der Musikgesellschaft, die Anliegen der Veranstalter vortrug.

Als neues Gelände ist jenes am nördlichen Bereich des Bolzplatzes der gemeindlichen Festwiese angedacht. Die Party heuer und eventuell auch künftig dort abzuhalten, dafür spricht eine verzweigte Vorgeschichte: Einmal die Ausfälligkeit mancher Partygäste bei der Veranstaltung im Jahr 2017, weswegen die Polizei im Jahr 2018 sechs Wochen vor dem Termin die Auflagen in einer Weise erhöhte, wie sie die Veranstalter in der kurzen Zeit nicht mehr umsetzen konnten. Die Folge: Das beliebte und für den Verein lukrative Fest für junge Leute wurde abgesagt. Was zu dem Zeitpunkt nicht zu ahnen war, dass auch das traditionell am selben Wochenende geplante Waldfest – als Veranstaltung vor allem für Familien – ebenfalls ausfallen musste. Der Grund: die gefährliche Raupe des Eichenprozessionsspinners an den Bäumen in Bellenberg. Da die Schlossbergwiese direkt am Waldrand liegt, erschien die Gefahr für die Gäste zu groß, mit den Schädlingen in Berührung zu kommen.

Partyshot: Vor- und Nachteile der Festplatzwiese

So wurde voriges Jahr das Waldfest kurzerhand vom angestammten Platz auf die gemeindliche Festweise mitten in Bellenberg verlegt. Diesen Standort würde die Musikgesellschaft nun auch für den Partyshot favorisieren.

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Im entsprechenden Antrag an die Gemeinde führten die Mitglieder an, dass auch in diesem Jahr auf dem Gelände am Schlossberg mit dem Eichenprozessionsspinner gerechnet werden müsse. Hinzu käme, dass sich für die Musikgesellschaft die Veranstaltungen wegen der Aufbauarbeiten nur rechneten, wenn sie nacheinander folgend an einem Wochenende stattfänden. Während die guten Erfahrungen mit dem Waldfest voriges Jahr für eine Wiederholung sprächen, so die Meinung im Ratsgremium, gelte es, für den Partyshot besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Über die Einzelheiten wurde intensiv diskutiert.

Kritische Punkte: Räte diskutieren über Partyshot

Rat Kurt Bucher (Freie Wählergemeinschaft), der stellvertretend für die erkrankte Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller die Sitzung leitete, verstand es, die wichtigsten Probleme heraus zu kristallisieren: die Uhrzeit für das Veranstaltungsende, die Zahl der Sicherheitskräfte und die Parkplatzsituation. Über strittige Punkte wurde einzeln abgestimmt: Etwa, dass die Musik um 24 Uhr und die Party um 1 Uhr morgens zu enden haben. Damit soll dem Lärmschutz entsprochen werden. Neun von 13 Räten stimmten dafür.

Sodann sollen 15 Ordnungskräfte beauftrag werden. Eine Gegenstimme plädierte für 20 Kräfte. Für die Veranstaltung auf der Schlosswiese im Vorjahr hätte die Polizei zwölf Sicherheitsleute gefordert.

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Für die Park- und Verkehrssituation legten sich die Räte folgendermaßen fest: Die Schulstraße wird für den Verkehr komplett gesperrt, sodass dezentral im Ort geparkt werden muss. Lediglich Anwohner und Besucher des Schützenheims sind davon ausgenommen. Auch der Weg entlang des Kindergartens wird gesperrt. Genaueres werde die Polizei festlegen, so Bucher.

CSU-Rätin Ruth Keller warnte, die „schöne Veranstaltung nicht kaputt zu machen“. Ihr stimmten viele zu.

Stefan Lettner wäre es lieber gewesen, wenn die Musik bis 1 Uhr genehmigt würde. Die Ratsbeschlüsse sollen im Vorstand der Musikgesellschaft besprochen werden.

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