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Osterberg

22.05.2020

Osterberger Blumenweg soll endlich ausgebaut werden

Der Bau der Erschließungsstraße im Osterberger Blumenweg hat schon mehrfach für Ärger gesorgt. Bei einem Vor-Ort mit den Anliegern sollen offene Planungsfragen geklärt werden.
Bild: Armin Schmid

Plus Die Anwohner dieser Straße leben bislang mit einem Kiesweg als Zufahrt zu ihren Häusern. Das hat viele Nachteile. Nun soll sich etwas ändern.

Mit der Entwurfsplanung für die Erschließung des Blumenwegs hat sich der Osterberger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung auseinandergesetzt. Zu einem Beschluss kam es nicht. Das Gemeinderatsgremium hat noch Klärungsbedarf und will dies bei einem Ortstermin erörtern.

Der Planer Lukas Tretbar vom Büro Kling Consult erläuterte, dass die Grundstücke am Blumenweg im Prinzip vollständig bebaut sind, dass die Erschließungsstraße aber immer noch als Kiesweg ausgeführt ist. In der Vergangenheit hatten sich die Anlieger bereits mehrfach über diese Unzulänglichkeit beschwert. Letztlich gibt es keine Straßenentwässerung und keine Randbegrenzung durch Bordsteine. Tretbar meinte, dass dies den Winterdienst erschwert und die Grundstücke der Anlieger verschmutzt werden. Zudem werde der Kies ausgewaschen. Im Winter fließt chloridhaltiges Tauwasser ungeregelt ab.

Der Entwurfsplanung entsprechend könnte die Stichstraße auf eine Breite von 5,20 Meter ausgebaut werden. Gehwege sollen ebenfalls entstehen. Zwischen Gehwegen und Grundstücken wird es einen Grünstreifen geben. Die Straßenentwässerung wird in den bestehenden Mischwasserkanal eingeleitet. Die Hausanschlüsse werden so belassen, wie sie derzeit ausgeführt sind. Die Kosten, so der Planer, werden wohl beträchtlich.

Osterberger Blumenweg soll endlich ausgebaut werden

Gemeinderat hat günstigere Gelegenheit verpasst

Die wesentlich günstigere Alternative wäre demnach gewesen, wenn der Gemeinderat die Erschließungsstraße schon vor Beginn der Bebauung hätte anlegen lassen. Erhebliche Belastungen werden laut Lukas Tretbar während der Bauphase auf die Anlieger zukommen. Da es sich um eine Sackgasse mit bereits bebauten Grundstücken handelt, könne man keine Ausweichstrecke anlegen. Die Zufahrt zu den Grundstücken wird daher während der Bauphase für längere Zeit nicht oder nur eingeschränkt möglich sein.

Eine günstigere Variante wäre es, wenn man den bestehenden Kiesweg ertüchtigt und nur mit einer Asphaltschicht überzieht, so wie man es bei landwirtschaftlich genutzten Feldwegen praktiziere. Dieser Lösungsvorschlag viel im Ratsgremium auf wenig Befürwortung. Eine technisch einwandfreie Straßenentwässerung und eine saubere Randbegrenzung der Straße sei dann immer noch nicht vorhanden. Im Prinzip bestand weitgehend Einigkeit darüber, dass man eine vernünftige Anliegerstraße entsprechend dem heutigen technischen Standard errichten will.

Zeitdruck ist bei der Umsetzung allerdings gegeben. Hinsichtlich der Gehwege gab es auch Abstimmungsbedarf. Demnach habe ein Anlieger schon mit der Gestaltung des Gehwegbereichs begonnen. Diese Vorarbeit soll nach Möglichkeit in die Neugestaltung mit einfließen. Die Erschließungsstraße soll laut Ratsmitglied Wolfgang Berrens noch vor dem Winter fertiggestellt werden, damit ein vernünftiger Winterdienst möglich wird. Rat Rainer Fackler schlug vor, dass man die offenen Fragen bei einem Vor-Ort-Termin klären sollte.

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