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Osterberg

26.12.2019

Osterberger Gemeinderat will Änderung im Forst

Die Art der Bewirtschaftung des rund 250 Hektar großen Osterberger Gemeindewalds ist im Gemeinderat nach wie vor stark umstritten.
Bild: Armin Schmid

In Osterberg gibt es Kontroversen zur Bewirtschaftung des Gemeindewalds. Für die Kommune ist der 250 Hektar große Forst eine bedeutende Einnahmequelle.

Zum Jahresende gibt es im Osterberg noch mal Kontroversen zur Bewirtschaftung des Gemeindewalds. Für die kleine Kommune ist der rund 250 Hektar große Forst eine bedeutende Einnahmequelle. Bürgermeister Rainer Schmalle wollte in der vergangenen Sitzung eigentlich den Forstbetriebsplan für das kommende Jahr beschließen lassen. Den bräucht man, um noch den Wintereinschlag vorzunehmen.

Förster Ekkehard Steger von der Forstbetriebsgemeinschaft Neu-Ulm stellte den Plan vor. Darin ist über die Jahre gesehen ein jährlicher Hiebsatz im Bereich von 3470 Festmetern Holz enthalten. Für das Jahr 2020 hatte der Beratungsförster einen Hiebsatz im Bereich von 3225 Festmeter eingeplant. Für Holzernte, Pflege, Aufforstung und Walderschließung sind Ausgaben in Höhe von rund 135000 Euro vorgesehen. Als Einnahmen hatte Steger rund 200000 Euro angesetzt. Weil der Holzpreis teilweise stark schwankt seien seien die Zahlen vorsichtig kalkuliert worden, so der Förster. Letztlich würde sich 2020 ein Erlös in Höhe von circa 65000 Euro ergeben. Das stieß auf Kritik.

Osterberger Gemeinderat Gestle: Waldbewirtschaftung darf nicht so weiterlaufen

Rat Ignaz Gestle sagte, die vorgelegten Zahlen entsprechen nicht dem, was er erwartet hatte. Die Waldbewirtschaftung dürfe nicht so weiterlaufen wie 2019. Er erwarte konkretere Zahlen – detaillierten Holzverkaufspreisen. Gestle ist der Meinung, über den Winter keinen Holzeinschlag mehr zu machen. Er will das Thema bis zur Haushaltsvorberatung vertagen. Das Gremium stimmte diesem Vorschlag mehrheitlich zu.

Osterberger Gemeinderat will Änderung im Forst

Bürgermeister Rainer Schmalle teilte auf Anfrage mit, dass der Vertrag mit der Forstbetriebsgemeinschaft Neu-Ulm gekündigt werden soll. Das habe der Gemeinderat gegen die Stimmen des Bürgermeisters und des Zweiten Bürgermeisters Alexander Hruschka beschlossen. Entsprechend der Kündigunsfristen geht Schmalle davon aus, dass der Vertrag Ende 2021 auslaufen wird. Das neue Gemeinderatsgremium, das im nächsten Jahr gewählt wird, müsse sich dann eine neue Betriebsleitung für die Waldbewirtschaftung suchen. Der Vertrag bestehe seit 2007. Da man die Konditionen nie verändert habe, habe man die Waldbewirtschaftung durch die FBG Neu-Ulm zu sehr günstigen Konditionen bekommen. Ob dies bei einem neuen Vertag der Fall sein wird, bezweifelt Schmalle. Zu Gestles Vorwurf, die Waldbewirtschaftung dürfte nicht so weiterlaufen wie 2019 sagte Schmalle: 2019 sei in Osterberg vergleichsweise wenig Käferholz angefallen und gut gewirtschaftet worden. Letztlich habe man auch einen vernünftigen Preis bekommen.

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