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Neu-Ulm

19.08.2018

Perfekt vorbereitet fürs Geschäftsessen

Zum Dinner wurden die Nachwuchskräfte der Firma Reinz eingeladen. Neben dem Genuss gab es auch Wissenswertes von Sylvia Durst (links) serviert.
Bild: Andrea Brücken

Nachwuchskräfte der Firma Reinz in Neu-Ulm lernen, worauf es bei offiziellen Terminen ankommt.

Bei Tisch mit Messer und Gabel zu Essen ohne zu kleckern oder sich auf den Ellenbogen abzustützen, sollte doch zu den gängigen Umgangsformen gehören (Lesen Sie dazu auch: So klappt das Geschäftsessen mit dem Chef und: ). Doch wie soll man sich verhalten, wenn ein Geschäftspartner in ein feines Restaurant einlädt? Um ihre Mitarbeiter auf die Tücken eines Businesslunchs vorzubereiten, hat die Personalabteilung der Firma Reinz ihre Nachwuchskräfte zum feierlichen Dinner in den Finninger Gasthof Hirsch eingeladen. Blattsalate, Rahmsuppe, schwäbisches „Surf and Turf“ und Dessertvariationen standen auf der Menükarte.

Personalchefin Simone Spies-Fricker nahm die Vergabe der Abschlusszeugnisse an die erfolgreichen Auszubildenden zum Anlass, die Etikette der jungen Mitarbeiter zu schulen. Auch wenn es über die gute Erziehung und den tadellosen Tischsitten ihrer Mitarbeiter keinen Zweifel gebe, sei es bei einem internationalen Kundenkontakt mit ungewohnten Speisekulturen nicht immer einfach.

Herausforderungen, wie Schalentiere richtig zerlegt werden und was von den erlesenen Delikatessen überhaupt gegessen werden darf, werden da schnell zu peinlichen Stolperfallen bei Tisch. Sylvia Durst zeigt den Gäste, wie das Tier einfach und elegant mit dem Messer geschält wird. Die 34-jährige Fachfrau muss es wissen: Sie ist schließlich Restaurantfachmeisterin. Falls der Gastgeber kein Menü servieren lässt, sondern die Auswahl aus der Speisekarte gewährt, sollte man sich als Gast aus Höflichkeit am preislichen Mittelmaß orientieren, erklärt Durst. Doch trotz aller Etikette: „Alle Beteiligten sollen sich wohlfühlen.“ Ein interessiertes Gespräch mit dem Tischnachbarn könne dazu beitragen. „Reden Sie nicht nur über sich, sondern hören sie auch zu“, lautet der Tipp der Fachfrau. Auch der Dame die Türe aufzuhalten sei eine gern wahrgenommene Aufmerksamkeit.

Eine aussterbende Höflichkeit sei es leider geworden, dass die Herren sich erheben, wenn eine Dame vom Tisch aufsteht, erklärt Durst. Personaleiterin Simone Spies-Fricker sieht es ähnlich: „Essen ist mehr als nur satt werden.“ Ein gepflegtes Dinner in angenehmer Atmosphäre könne auch eine Wertschätzung des Gegenüber und seiner Kultur sein.

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