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Versorgung

11.01.2021

Pläne für Ausbau der Infrastruktur

Auch im neuen Baugebiet „Dietershofen-Nord“ wird jedes Grundstück mit einem Erdgas-Anschluss sowie Glasfaserkabel für ein schnelles Internet ausgestattet.
Foto: Claudia Bader

Im Oberschönegger Ortsteil Dietershofen sind Erdgas-Anschlüsse geplant. In diesem Zuge soll auch schnelles Internet möglich werden. Es gibt aber eine Voraussetzung

Die Gemeinde Oberschönegg möchte ihre Infrastruktur verbessern. Ein Schritt in diese Richtung ist die Erdgas-Erschließung im Ortsteil Dietershofen. Das dafür notwendige Leitungsnetz soll gleichzeitig zur Verlegung von Glasfaserkabel für eine schnelle Internetanbindung genutzt werden, plant Bürgermeister Günther Fuchs. Um dieses Projekt verwirklichen zu können, müsse aber die Mehrzahl der Hauseigentümer in Dietershofen einem Anschlussvertrag mit dem Netzbetreiber zustimmen. Im ersten von insgesamt drei geplanten Bauabschnitten, im Nordweg und einem Teil der Mindelheimer Straße, sei dies nicht ganz gelungen, bedauert Fuchs. Weil die Gemeinde im neuen Wohnbaugebiet „Dietershofen-Nord“ jedes Grundstück mit einem Teilanschluss ausstatten werde, habe sich der Netzbetreiber aber dazu überreden lassen, den ersten Bauabschnitt zu erschließen. „Es ist davon auszugehen, dass die künftigen Bauherren den Erdgasanschluss nutzen werden“, sagt der Bürgermeister.

Im Frühjahr soll die Anwerbung für den zweiten Bauabschnitt im Schulweg und in der Kirchstraße beginnen. Auch dort müssten mindestens 60 Prozent der Hauseigentümer Ja zu einem Anschluss sagen. Auch der dritte Bauabschnitt, der im Bereich der Mindelheimer Straße und der Kirchhaslacher Straße liegt, setze Interesse voraus.

„Eine leistungsfähige Infrastruktur für schnelle Internetanschlüsse ist heute und erst recht in Zukunft für jede Gemeinde unverzichtbar“, ist Bürgermeister Fuchs überzeugt. Ein Glasfasernetz stelle hierbei das derzeit technische Optimum dar. Allerdings sei diese Lösung auch die teuerste und für kleinere Kommunen daher kaum zu realisieren. Die in Dietershofen erfolgende Erdgas-Erschließung sei eine ideale Gelegenheit, um die Kosten zu senken.

Da der Erdgas-Anschluss nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen könne, stelle die Anzahl der potenziellen Kunden für den Netzbetreiber eine wichtige Grundlage zur Planung dar, so Fuchs. Nach Aussage des Betreibers bestehe mit dem Anschluss weder eine Gasabnahmeverpflichtung noch ein Umstellzwang. Wer seine Heizungsanlage auf Erdgas umrüste, könne aber etwa staatliche Fördermittel erhalten. „Im Zuge der Erdgaserschließung wird die Gemeinde in jedes Haus, das einen Anschluss erhält, auch zwei Leerrohre für die spätere Installation von Glasfasern verlegen“, erläutert Fuchs. Dieses Netz werde man dann bei Telekommunikationsanbietern ausschreiben.

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