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Plastik: Es wird nicht die eine Lösung geben

Franziska Wolfinger
Kommentar Von Franziska Wolfinger
04.02.2019

Derzeit gibt es viele Initiativen und Aktionen gegen Einweg-Plastik. Warum jede davon wichtig ist.

Wer schon einmal versucht hat, auf Plastik zu verzichten, weiß: Das ist schwer. Im Supermarkt ist nahezu jedes Produkt in Kunststoff verpackt, ob Gummibärchen, Paprika oder Zahnpasta. Der Salat zum Mitnehmen für die Mittagspause sowieso. Und am Ende kommt der ganze Einkauf gesammelt in eine weitere Plastiktüte.

EU-Strohhalmverbot ist nicht sinnlos

Diese Tüte durch einen Jutebeutel zu ersetzen, etwa durch die Altenstadt-Tasche, die einige Unternehmer aus der Marktgemeinde nun verteilen, ist sicher nicht der große Wurf in Sachen Plastikvermeidung. Auch mit den Recup-Pfandbechern, die es mittlerweile in Cafés im ganzen Landkreis Neu-Ulm gibt, lässt sich die Plastikflut nicht eindämmen. Selbst die EU wird allein mit Strohhalm- und anderen Plastik-Verboten nichts ausrichten können. Das bedeutet aber nicht, dass diese Aktionen und Gesetze überflüssig sind. Im Gegenteil: Sie sind wichtig, weil sie das Bewusstsein der Menschen für die Problematik rund um Kunststoff schärfen.

Dass Einweg-Plastik nicht gut für die Umwelt ist, lässt sich nicht bestreiten. Hundertausende Tiere sterben jedes Jahr, weil sie sich an dem Abfall verschlucken oder sich darin verheddern. Zu Mikroplastik zerfallen gelangt der giftige Müll in die Nahrungskette. Die Produktion von Plastik verbraucht Unmengen an Energie und Erdöl. Da ist jedes Stück Plastik, auf das verzichtet wird, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Und am Ende müssen es viele kleine Schritte sein, um an der Situation etwas zu ändern.

Jeder kann etwas beitragen

Es wird nicht die eine Lösung für das Plastikproblem geben. Genauso wie es für den Umweltschutz im Allgemeinen nicht die eine Lösung geben kann. Es braucht Politiker, die sich mit entsprechenden Gesetzen dafür einsetzen, es braucht Initiativen in der Wirtschaft, es braucht Forschung, zum Beispiel zu alternativen Verpackungen, und es braucht den Einsatz eines jeden Einzelnen, um beim Thema Plastik, aber auch beim Arten- oder Klimaschutz etwas zu erreichen.

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