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Roggenburg

27.01.2020

Polizei hat beim Biberacher Fasching einiges zu tun

Die Polizei hat beim Fasnachtsumzug in Biberach viel zu tun.
Bild: Alexander Kaya

Weil ihre Polizistenkostüme schlicht zu real waren, bekam eine Teilnehmergruppe Ärger mit den echten Beamten.

Hunderte Narren haben am Sonntag in Biberach friedlich die Fasnacht gefeiert. Am Rande des Umzugs kam es aber auch zu mehreren Polizeieinsätzen.

Ein Mann widersetzte sich den Beamten und schlug wild um sich. Seine Personalien sollten aufgenommen werden, weil er an seinem Polizistenkostüm ein echtes Polizei-Abzeichen trug. Er gehörte zu einer Gruppe, die ihren Wagen unter dem Motto „Hubert und Staller“, eine Krimiserie der ARD, geschmückt hatten. Die Teilnehmer trugen teilweise echte Uniformen mit Hoheitsabzeichen der Polizei Nordrhein-Westfalen. Gegen diese Personen wird wegen des Missbrauchs von Abzeichen ermittelt. Im Zuge der Identitätsfeststellung reagierte der 25-Jährige besonders aggressiv. Dabei traf er mit den Händen drei Polizeibeamte, die den renitenten 25-Jährigen daraufhin festhielten und fesselten. Erst als sich der Mann beruhigt hatte, konnte er einem seiner Begleiter übergeben werden. Gegen den Mann wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Der Polizei den Mittelfinger gezeigt

Ein 23-Jähriger zeigte einem Polizeibeamten den Mittelfinger. Der Polizist hatte ihn daraufhin gewiesen, dass er seinen leeren Becher nicht einfach auf den Boden werfen sollte. Gegen den jungen Mann wurde eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

Polizei hat beim Biberacher Fasching einiges zu tun

Um 19.20 Uhr provozierte ein alkoholisierter Mann immer wieder die Einsatzkräfte und die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Der 25-Jährige erhielt einen Platzverweis, dem er allerdings trotz mehrfacher Wiederholung nicht nachkam. Auch die Androhung, dass er notfalls mit körperlicher Gewalt vom Veranstaltungsgelände geführt werde, zeigte keine Wirkung. Als die Beamten ihn schließlich in Richtung Ausgang schieben wollten, packte er einen der Ordnungshüter am Kragen. Der Angreifer wurde gefesselt. Ein Richter ordnete später eine Blutentnahme bei dem Mann an, zudem verbrachte er die Nacht in der Ausnüchterungszelle.

20-Jähriger muss von Vater abgeholt werden

Kurz nach 21 Uhr verwies der Sicherheitsdienst einen stark angetrunkenen 20-Jährigen des Geländes. Der Mann reagierte aggressiv und trat massiv gegen einen Absperrzaun. Die hinzugerufene Polizei stellte einen Alkoholwert von zwei Promille fest. Während der Befragung rannte der Mann plötzlich weg, kam aber nicht weit. Er stolperte und fiel zu Boden. Dabei erlitt er Schürfwunden im Gesicht. Der anwesende Vater des 20-Jährigen nahm seinen Sohn in Obhut.

Ein 16-Jähriger hat nach seinem Faschingsbesuch nun eine Anzeige wegen Ausweismissbrauchs am Hals. Der Jugendliche wollte sich um 17.15 Uhr mit dem Ausweis eines 18-Jährigen in die Bar einschmuggeln.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung führten Zivilbeamte der Polizeiinspektion Weißenhorn zahlreiche Jugendschutzkontrollen durch. Insgesamt wurden circa 200 Jugendliche kontrolliert. Fünf Minderjährigen wurden Zigaretten abgenommen. Außerdem beschlagnahmten die Polizisten rund acht Liter branntweinhaltige Getränke von Jugendlichen. (az)

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