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29.07.2010

Prinzipiell grünes Licht für grüne Energie

Auf der Fläche der ehemaligen Kiesgrube soll eine Fotovoltaikanlage entstehen. Den ersten Schritt zur Verwirklichung hat der Marktrat bereits beschlossen. Foto: fs
Bild: fs

Babenhausen Geht es nach den Vorgaben des Architekturbüros Martin Gleich (AMG), so soll demnächst auf einem Grundstück am nordöstlichen Ende des Babenhauser Gewerbegebiets eine Fotovoltaikfreianlage entstehen. Diese ist auf rund einem Hektar Grund östlich des Schöneggwegs geplant. Dabei handelt es sich um eine Fläche, auf der früher Kies abgebaut wurde, die aber inzwischen verfüllt und renaturiert wurde. Nach längerer Debatte gab der Marktrat dabei prinzipiell grünes Licht und verabschiedete einen Aufstellungsbeschluss (siehe Info-Kasten) für eine "Sonderbaufläche Fotovoltaik".

Dieter Miller signalisierte grundsätzlich grünes Licht, forderte aber, dass im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans auch nach alternativen Standorten geforscht wird. Hierfür müsse ein Planer eingeschaltet werden. Außerdem bemängelte er, dass keine genauen Daten bezüglich Größe und Leistung der Anlage vorliegen. Auch Peter Schubert monierte dies. Zwar sei er prinzipiell für regenerative Energiegewinnung, auch in diesem Gebiet, allerdings forderte er dazu mehr Klarheiten.

Martin Gleich wurde dazu als Planer das Wort erteilt: Derzeit gehe es lediglich um den ersten Schritt auf dem Behördenweg. Deshalb vergebe sich der Marktrat bei einem Ja nichts, da erst dann über Höhe, Abstände und Leistungsstärke einer Anlage abgestimmt werde. Die vorgesehene Fläche sah Gleich als absolut geeignet an. Zudem sollen hierfür keine bereits als Gewerbeflächen ausgewiesenen Grundstücksflächen herangezogen werden, sondern lediglich die derzeit als landwirtschaftliche Nutzflächen ausgewiesenen Flächen.

Laut Gesetzesvorgaben handele es sich bei der Fläche um eine sogenannte "Konversionsfläche". Darauf seien, so Bürgermeister Otto Göppel, nach dem Energieeinspeisungsgesetz Fotovoltaikanlagen zugelassen. Eine abschließende Prüfung liege aber in der Hand des Landratsamtes.

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Bezüglich des geplanten Standortes fragte Göppel das Gremium, welche Fläche geeigneter wäre, als die vorgesehene. So handle es sich nicht um eine Fläche von besonderer ökologischer und landschaftsgestalterischer Bedeutung; und sie befindet sich im Außenbereich. Christian Pfeifer, der das Solarprojekt begrüßte, pflichtete bei, hier störe die Anlage niemanden. Er forderte, es dem Bauwerber "so einfach wie möglich zu machen".

Schließlich stimmte der Marktrat dem Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans inklusive der Untersuchung weiterer möglicher Standorte zu, ebenso wie einem damit zusammenhängenden vorhabenspezifischen Bebauungsplan. In einem nächsten Schritt sei dann ein Vorhabens- und Erschließungsplan notwendig. Die Kosten, so legte der Marktrat fest, übernimmt der Bauwerber ebenso wie die Regelung um entsprechende Ausgleichsflächen, falls diese vom Landratsamt gefordert werden.

Die entsprechende Planungshoheit bleibt bei der Marktgemeinde, das heißt, dass nur diese "Aufträge für Planungsleistungen" vergeben kann.

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