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Vöhringen

21.01.2021

Prozess: Mann soll schwangere Ehefrau misshandelt haben

Ein Mann aus Vöhringen stand vor Gericht: Er soll seine schwangere Ehefrau misshandelt haben.
Foto: Kaya

Plus Freispruch für einen 31-Jährigen aus Vöhringen: Er soll seine schwangere Ehefrau mehrfach verletzt haben. Warum das Gericht in Neu-Ulm ihn nicht verurteilte.

Der schwangeren Ehefrau die Hand verdreht, mehrere Fußtritte und weitere Verletzungen: Die Vorwürfe gegen den 31-Jährigen wogen schwer. Dennoch kam es am Amtsgericht Neu-Ulm zu einem Freispruch für den Mann aus Vöhringen.

Der Mann griff seine Ehefrau in Vöhringen immer wieder an

2019 soll er seine damals schwangere Ehefrau mehrmals in der gemeinsamen Wohnung in Vöhringen angegriffen haben. Unter anderem verdrehte er ihr die Hand, dabei erlitt sie eine Fingerprellung.

Im selben Jahr soll der 31-Jährige die zu diesem Zeitpunkt im achten Monat schwangere Frau verletzt haben, indem er mit dem Fuß auf sie eintrat, ihren Kopf gegen einen Gegenstand schlug oder sie am Hals packte und mit Gegenständen bewarf. Vergangenes Jahr soll der Mann seine Ehefrau erneut attackiert haben. Der Anklageschrift zufolge packte er sie am Hals und schlug ihren Kopf gegen ein Bett und eine Zimmerwand. Die Ehefrau erlitt durch die Angriffe Schmerzen, Kratzer und Hämatome.

Das Amtsgericht in Neu-Ulm sprach den Angeklagten frei

Dennoch sprach das Gericht den 31-Jährigen frei. Die Ehefrau war zwar zur Verhandlung gekommen, hatte aber nicht gegen den Mann ausgesagt. Ihre früheren Aussagen bei der Polizei waren somit nicht verwertbar. Der Angeklagte äußerte sich ebenfalls nicht, andere Beweise oder Zeugen gab es nicht.

Wie ein Sprecher des Amtsgerichtes mitteilte, blieb dem Gericht so nichts anderes übrig, als den 31-Jährigen freizusprechen – obwohl einige Anhaltspunkte darauf hindeuteten, dass sich die in der Anklageschrift festgehaltenen Vorwürfe so zugetragen hatten. Wiederholungsgefahr bestehe jedoch wohl keine: Das Ehepaar hat sich inzwischen getrennt.

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