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Illertissen

22.05.2020

Radweg zum Mc Donald's wird zum Dauerthema

Queren Radler die St2031 künftig an diesem Kreisverkehr?

Plus Der Illertisser Bauausschuss diskutierte einmal mehr über die sicherste Option für Radler und Fußgänger, die zum neuen Gewerbegebiet gelangen wollen.

Seit der Mc Donald’s an der Autobahn in Illertissen eröffnet worden ist, haben die Stadträte ein neues Dauerthema, das auch in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses auf der Tagesordnung stand: Der Radweg, der die Innenstadt mit dem Burgerrestaurant im neuen Gewerbegebiet Leitschäcker verbindet. Der soll vor allem dafür sorgen, dass Schüler, die es sich nicht nehmen lassen in ihrer Mittagspause einen Snack bei der Fast-Food-Kette zu besorgen, den Weg sicher zurücklegen. Außerdem soll der neue Rad- und Fußweg den Lückenschluss zum Radweg Richtung Unterroth bilden.

Dass gebaut wird, steht nicht mehr zur Debatte. Wo genau er verlaufen soll wird jedoch weiterhin heiß diskutiert. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie die Staatsstraße 2018 am sichersten überquert werden kann.

Dietmar Haas will eine Querungshilfe

Dietmar Haas (CSU) fiel in der Vergangenheit schon als Verfechter der Lösung „Querungshilfe hinter der Autobahnbrücke“ auf. In dem Fall würden die Radler erst oberhalb der Staatsstraße bleiben und dann eben hinter der Brücke queren. Die andere Option, die unter anderem von Fachbehörden und auch vom Leiter des Illertisser Tiefbauamts Bernd Hillemeyr favorisiert wird, sieht vor, das Radler und Fußgänger schon von der Unterrother Straße kommend beim Kreisverkehr die Seiten wechseln. Am Kreisverkehr müssten Autofahrer ohnehin bremsen und nach anderen Verkehrsteilnehmern Ausschau halten. Das sei sicherer.

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Lesen sie zur bisherigen Debatte: Geh- und Radweg: Wo ist die Stadt auf der sicheren Seite?

Als Kritikpunkt an der anderen Lösung bringen die Verfechter dieser Version vor, dass die Brücke Schatten wirft und die Sicht für Autofahrer erschwert. Wer über die Straße will, könnte im schlimmsten Fall übersehen werden. Dem hält Haas entgegen: „Wer da von Schatten spricht, braucht auch eine Taschenlampe, um am Sonntagnachmittag um vier ums Rathaus zu laufen.“ Für Haas liegt der Vorteil der Querungshilfe darin, dass die Radler nur einmal über die Straße müssen, rund um den Kreisverkehr müsste öfter überquert werden. Haas beruft sich auch auf den Sachverständigen Eckhard Reincke, den die Stadt um seine formlose Beurteilung der Lage gebeten hatte. Auch Reincke spricht sich für die Querungshilfe aus.

Beide Varianten bergen Gefahrenpotenzial

Armin Rapp bringt das Problem so auf den Punkt: „Wir müssen zwischen zwei Risiken abwägen. Beide Varianten sind aus meiner Sicht nicht glücklich.“ Er sprach sich dafür aus, nach dem Kosten-Nutzen-Faktor zu unterscheiden.

Wie viel der Abschnitt Radweg kosten wird, ist allerdings noch nicht klar, sagt Hillemeyr. Zum jetzigen Zeitpunkt der Planung könne es nur grobe Schätzungen geben. Seiner Ansicht nach wird es wohl keine allzu großen Unterschiede zwischen den beiden Optionen geben.

Ein Beschluss für eine der beiden Optionen ist noch nicht gefallen. Auf Vorschlag von Ansgar Bauer (Freie Wähler) soll es einen Ortstermin geben, bei dem sich die Mitglieder des Bauausschusses ein Bild davon machen wollen, inwiefern die Brücke wirklich Schatten wirft und Gefahrenpotenzial birgt.

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