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Amtsgericht Neu-Ulm
10.12.2013

Raki bringt Kneipier vor den Kadi

Foto: Alexander Kaya

 Gastwirt soll regelmäßig Betrüger Schnaps abgekauft haben. Vom Vorwurf der Hehlerei freigesprochen

 Mit einem Freispruch endete der Prozess vor dem Amtsgericht Neu-Ulm gegen einen Kneipenwirt aus dem südlichen Landkreis, der von der Staatsanwaltschaft wegen gewerbsmäßiger Hehlerei angeklagt worden war. Nach Ansicht der Strafverfolgungsbehörde soll der Mann zwischen September 2011 und Mai 2012 einem Bulgaren zehn Mal zehn Flaschen Whisky und Raki abgekauft haben – zum halben Preis, der beispielsweise in einem Supermarkt fällig wird. Den Grund für die Schnäppchenaktion kannte die Staatsanwaltschaft auch: Der bulgarische Verkäufer und seine Lebensgefährtin hatten in großem Stil per EC-Karten-Lastschriftverfahren eingekauft – allerdings ohne Geld auf dem Konto zu haben. Als der Schwindel aufgeflogen war, wurde der Fliesenleger vom Memminger Schöffengericht zu zwei Jahren und drei Monaten Haft und seine Partnerin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Im Laufe der Ermittlungen geriet auch der Kneipier ins Visier der Kripo. Die Frau hatte ausgeplaudert, ihr Partner habe dem Wirt „mindestens zehn Mal“ ergaunerten Schnaps geliefert.

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