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Pfaffenhofen

26.10.2017

Ratlos, rastlos und ziemlich kurios

Szenen für Um-die-Ecke-Denker zeigte das Teatro Caprile.
Bild: Gerhard Wiest

Teatro Caprile beendet Saison von Brett im Schtoi in Pfaffenhofen. Und wie.

Zumindest in Bayern weiß man, was ein Wolpertinger ist. Das Fantasietier nennt sich auch „Raurackl“ oder „Rameschucksn“. Das erzählt der Professor Dr. Werner Zwiefacher, der sich täglich mit Leberwurstbrot einreibt, „weil das unheimlich aufreizend wirkt“. Diese und andere haarsträubend komische Szenen gab es zu sehen beim „Brett im Schtoi“ in Pfaffenhofen, wo das Wiener Teatro Caprile bereits zum zweiten Mal zu Gast war.

Hatte man 2014 noch Szenen des Wiener Groteskenmeisters Herzmanovsky-Orlando gespielt, gab es dieses Mal die „Beseitigung der modernen Ratlosigkeit“, eine Szenencollage für Um-die-Ecke-Denker. Andreas Kosek, Katharina Grabher, Georg Kreuzbauer und Andrea Nitsche stellten einen schrägen Kosmos vor, dessen Humor ganz in der des Wiener „Schmäh“ steht, auch wenn die Szenen mal in München, mal im fiktiven „Stöcklbimpfling“ angesiedelt sind, wo ein Künstler lebt, der große Gemälde der Kunstgeschichte mit lebenden Personen inszeniert. Diese Szene machte dem Caprile-Ensemble besonderen Spaß.

Der Hauptteil der Szenen stammte aus der Feder des Elchinger Autors Florian L. Arnold und beseitigte die Ratlosigkeit in Sachen „Abgasflöte“, „Klaus-trophobie“ (also die Angst vor Kläusen) und „Kunstvermeidung“. Im gutbesuchten „Stall“ in Diepertshofen wurde eifrig gelacht. Augenzwinkernd vergrößerte der Abend die Ratlosigkeit in Zeiten von Fake News und Medienskepsis, vermehrte aber auch die Heiterkeit. (az)

Vorschau Der Auftritt des Teatro Caprile war der letzter Termin beim „Brett im Schtoi“ in diesem Kalenderjahr. Weiter geht es am 19./20. Januar mit dem zweitägigen Gastspiel des Münchner Sommertheaters, das Kleists „Der zerbrochne Krug“ mitbringt. Karten gibt es im Internet unter brett-im-schtoi.de.

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