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04.03.2009

Ringeisen-Werk baut Wohnheim in Illertissen

24 Wohnungen für behinderte Menschen: Das Dominikus-Ringeisen-Werk, eine Einrichtung für Behinderte in Ursberg (Kreis Günzburg), wird in Illertissen ein Wohnheim bauen. Das Haus soll im Eschenweg entstehen. Bereits im Sommer werden die Bagger anrollen, im Jahr 2010 soll das Wohnheim fertig sein.

In der Sitzung des Illertisser Kulturausschusses am Dienstagabend stellte Bürgermeisterin Marita Kaiser (parteilos) die Pläne der Ursberger Stiftung vor.

1200 Quadratmeter großes Grundstück gekauft

Vor Kurzem hat das Dominikus-Ringeisen-Werk ein rund 1200 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. "Aus unserer Sicht ist der Standort Illertissen sehr geeignet", sagt Wolfgang Tyrychter, im Ringeisen-Werk zuständig für den Bereich Regionalplanung, im Gespräch mit unserer Zeitung. Für die Auswahl seien zwei Motive entscheidend gewesen. Zum einen will das Werk mit dem neuen Wohnheim behinderte Menschen heimatnah versorgen. "Derzeit sind viele Menschen aus dem Bereich Illertissen in Ursberg", sagt Tyrychter. Außerdem gebe es im südlichen Landkreis Bedarf für ein Wohnheim. Ein Plus für die Vöhlinstadt: ihre Infrastruktur. Die Illertalklinik biete medizinische Versorgung, der Bahnhof sei barrierefrei. Auch die Nähe des Grundstücks im Eschenweg zur Innenstadt sei ein Grund für Illertissen: "Wir wollen uns nicht abkapseln, sondern auch in die Kommune hinein", sagt Tyrychter. Und: "Bisher fühlen wir uns sehr gut angenommen."

Ringeisen-Werk baut Wohnheim in Illertissen

Im Sommer 2009 soll der Bau beginnen. Vorher stehen aber noch einige Behördengänge an: Das Landratsamt Neu-Ulm muss das Vorhaben noch genehmigen, ebenso Bezirk und Regierung von Schwaben. "Aber dann geht's los", sagt Tyrychter. Insgesamt werde der Bau etwa 1,8 Millionen Euro kosten.

Damit die Behinderten auch vor Ort arbeiten können, soll es eine Kooperation mit den Donau-Iller-Werkstätten der Lebenshilfe in Senden geben. "Das Ringeisen-Werk stellt den Wohnraum und wir schaffen die Arbeitsplätze", sagt Roland Bader, der Werkstattleiter in Senden. In der Außenstelle in Illertissen sollen 50 Jobs entstehen.

Lebenshilfe will Gebäude der Firma Ruku mieten

Dazu will die Lebenshilfe ein ehemaliges Produktionsgebäude der Illertisser Firma Ruku anmieten. Das Gebäude soll behindertengerecht umgebaut werden. "Uns fehlt nur noch die Genehmigung des Bezirks Schwaben", sagt Bader. Da der Mietvertrag für einige Räume in Senden ausläuft, würde er die rund 1500 Quadratmeter große Halle am liebsten sofort umbauen. "Wir wollen so schnell wie möglich nach Illertissen." Spätestens im April oder Mai soll die Halle einsatzbereit sein.

Auch Gotthard Balles, Prokurist bei Ruku, wünscht sich die Halle lieber heute als morgen: "Die Mühlen der Politik mahlen sehr langsam." Die behinderten Menschen werden in Illertissen auch für Ruku produzieren, unter anderem Zubehör für den Saunabereich.

Der Kulturausschuss begrüßte die Pläne. Rat Wolfgang Ostermann (SPD): "Das ist absolut spitze."

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