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Illertissen

09.10.2019

Rodt-Straße: Illertissen will beliebte Abkürzung in der Innenstadt ausbauen

Wichtige verkehrsachse in der Illertisser Innenstadt: Die Christoph-Rodt-Straße soll saniert werden.
Bild: Dominik Stenzel

Die Fahrbahn der wichtigen Hauptstraßen-Umgehung soll saniert werden. Es gibt mehrere Ideen. Doch wie lassen sich diese auf einen Nenner bringen?

Illertissen Sie ist keine lange Straße, aber eine bedeutende für den Verkehr in der Illertisser Innenstadt: Die Christoph-Rodt-Straße verbindet den Martinsplatz und die Ulmer Straße. Weil die Fahrbahn in einem schlechten Zustand ist, soll sie demnächst erneuert werden. Tiefbauamtsleiter Bernd Hillemeyr sieht dringenden Handlungsbedarf: „Der Belag fällt vorne und hinten auseinander.“ Wie der Ausbau genau aussehen könnte, darum ging es nun in einer Sitzung des Illertisser Bauausschusses. Mehrere Varianten sind denkbar. Wie es sich zeigte, gibt es dazu Diskussionsbedarf.

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Die Straße sei eine zentrale Verkehrsroute in der Innenstadt, sagte Hillemeyr in der Sitzung. Sie werde von Fahrern als Abkürzung genutzt, die die Hauptstraße und die Ampel an der Hirschkreuzung umgehen wollten. Und das manchmal ganz offiziell: Nämlich dann, wenn die Hauptstraße im Zuge von Veranstaltungen für den Verkehr gesperrt ist.

Gehweg soll breiter werden

Umso wichtiger sei die Sanierung: „Der Zustand ist nicht gerade der Beste, hier muss etwas geschehen“, so Hillemeyr. Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro hat er vier Varianten für einen Ausbau entwickelt.

Rodt-Straße: Illertissen will beliebte Abkürzung in der Innenstadt ausbauen

Allen gemein ist die geplante Verbreiterung des Gehwegs auf zwei Meter. Darüber hinaus gibt es jedoch Unterschiede, wie Stefan Bäumler, der Mitarbeiter des Büros schilderte.

So sieht Variante „1a“ vor, dass der Verkehr wie bisher in beide Richtungen durch die Christoph-Rodt-Straße fließt. Sechs markierte Parkplätze werden auf der Nordseite angeordnet. Dadurch werde die Fahrbahn an ihrer engsten Stelle 3,67 Meter breit. Das bedeutet: „Von einer Seite her gibt es Vorfahrt“, sagte Bäumler. Allerdings soll der Verkehr wie bislang unmittelbar an einigen Hauseingängen vorbeifließen. Durchaus eine Gefahrenquelle, wie es hieß. Im Gegenzug sei „ein guter Verkehrsfluss“ gewährleistet, beim Einbiegen von der stark befahrenen Ulmer Straße seien keine größeren Staus zu erwarten. Gleichzeitig führe die Verengung der Fahrbahn durch die Parkplätze zu einer Verkehrsberuhigung.

Ähnlich sieht Ausbauvariante „1b“ aus: Allerdings sieht diese vor, dass die Stellplätze auf der Nord- und auf der Südseite angebracht werden. Dadurch würden die Hauseingänge von stehenden Wagen von der Fahrbahn getrennt – und der Verkehr werde wohl noch langsamer fließen, so Bäumler. Allerdings ergebe sich die Gefahr von Staus.

Rodt-Straße könnte als offizielle Umleitungsstraße genutzt werden

Die umfangreichsten Umbauten müssten bei Variante „2“ erfolgen: Insgesamt zehn Parkplätze könnten entstehen, die Rodt-Straße müsste dann zur Einbahnstraße werden – in Richtung Martinsplatz. Das gäbe Platz für Pflasterflächen und Pflanzen, so Bäumler.

Gänzlich ohne fest angelegte Stellflächen kommt Variante „3“ aus. Ihr Vorteil: Die Rodt-Straße könne bei Veranstaltungen in der Hauptstraße fortan gut als offizielle Umleitungsstrecke genutzt werden. Dann gelte in der Straße ein zeitweises Parkverbot. Hillemeyr betonte, dass eine Umleitungsstrecke in beide Richtung befahren werden müsse – nach größeren Einbauten sei das aber nicht möglich. Ein weiteres Platzproblem: Demnächst werde wohl beim Überholen von Fahrradfahrern per Gesetz ein Abstand von mindestens einem Meter festgelegt.

Eine Entscheidung fällten die Stadträte noch nicht, einige Ideen gab es bereits. So befürworteten etwa Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU) und andere Ausschussmitglieder eine Einbahnregelung – allerdings stadtauswärts. Und Helga Sonntag (ÖDP/AB/Grüne) nannte die Situation der Hauseingänge in Fahrbahnnähe „krass“.

Ein Beschluss soll in einer der nächsten Sitzungen fallen. Bis dahin sollen auch Kostenschätzungen vorliegen, der Baubeginn ist für 2020 ins Auge gefasst. Ob es eine der genannten Varianten wird oder eine Mischung aus ihnen sei offen, so Hillemeyr. Die Stadtratsfraktionen sollen darüber beraten. Keine leichte Aufgabe, wie Ansgar Batzner (Freie Wähler) andeutete. Man wolle Parkplätze, Verkehrsfluss und einen breiten Gehweg, „alles zusammen wird nicht gehen“.

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