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Babenhausen

18.12.2020

Rückblick: Was Babenhausen 2020 beschäftigt hat

Ein Sinnbild für dieses Jahr: Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr legten Kinder ein Herz aus bemalten Steine vor das Babenhauser Rathaus.
Bild: Worsch

Plus Der Jahresrückblick des Babenhauser Bürgermeisters ist geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Leben im Ort. Auch auf Großprojekte 2021 schaut er.

Er war ein Zeichen der Beständigkeit am Ende eines Jahres, das ganz und gar unbeständig war: der Rückblick auf die vergangenen Monate, den der Babenhauser Bürgermeister traditionell in der letzten Marktratssitzung vor Weihnachten hielt. „Wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken, sehen wir, dass es komplett von einem Ereignis überlagert wurde, der Corona-Pandemie“, sagte Otto Göppel. „Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass ein winzig kleines Virus unser ganzes öffentliches und privates Leben beherrschen wird?“

So war die Marktgemeinde gezwungen gewesen, zeitweise Schulen, Kindertagesstätten, das Theater und das Schwimmbad im Seniorenzentrum zu schließen. Die Kulturtage und die lange geplante Fahrt in die Partnergemeinden in der französischen Mayenne fielen aus. „Seit fast einem Jahr müssen wir auf vieles Gewohnte wie Treffen mit Freunden oder Besuche von Gaststätten verzichten“, resümierte Göppel. „Und leider sind momentan die Fallzahlen noch so hoch, dass die Einschränkungen vorerst bestehen bleiben.“ Angesichts der erwarteten Zulassung von Impfstoffen zeichne sich immerhin ein Silberstreif am Horizont ab.

Gewerbesteuer: Einnahmen sind eingebrochen

Die Bilanz zum Jahresende fällt nach den Worten des Bürgermeisters „eher gemischt“ aus. Insbesondere die Einnahmen durch die Gewerbesteuer seien durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie deutlich gesunken. Göppel sprach von einem Rückgang auf etwa 2,4 Millionen Euro: „Somit steht gerade einmal die Hälfte des letztjährigen Aufkommens zur Verfügung“. Schon im September hatte er gegenüber unserer Redaktion einen „dramatischen“ Einbruch skizziert. Zur Kompensation der Mindereinnahmen aus der Gewerbesteuer würden die Gemeinden laut einer Mitteilung des Finanzministeriums noch im laufenden Jahr Ausgleichszahlungen erhalten, berichtete Göppel.

2020 standen größere Baumaßnahmen in Babenhausen und den Ortsteilen auf der Agenda, die teils bereits abgeschlossen sind. Im Wiesmühlweg und in der Lindenstraße ließ die Gemeinde Kanal- und Wasserleitungen neu verlegen und die Fahrbahn samt der Gehwege sanieren. Leerrohre für einen späteren Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln kamen in den Boden. Auch in der Judengasse wurden Kanal- und Wasserleitungen ausgetauscht. In Unterschönegg entstand zur ordnungsgemäßen Entwässerung ein Rückhaltebauwerk. In Klosterbeuren wiederum schritt der Bau des Dorfgemeinschaftshauses laut Göppel wie geplant voran. „Ich gehe davon aus, dass wir das Haus nach Erledigung der Restarbeiten im ersten Quartal 2021 den örtlichen Vereinen zur Nutzung übergeben können“, kündigte er an.

Auch die geplante neue Kindertagesstätte in ehemaligen Ökonomiegebäuden des Fuggerschlosses kam zur Sprache: Wie hoch die staatlichen Zuwendungen ausfallen, ist inzwischen mit den Förderstellen geklärt. Das Haus Fugger als Bauherr hat unlängst damit begonnen, nicht unter Denkmalschutz stehende Gebäudeteile abzureißen.

Die "Spange" soll 2021 gebaut werden

Ebenfalls in die Zukunft gerichtet waren zwei weitere Punkte in der Rede des Rathauschefs: Die Pläne für die sogenannte Spange – der Verbindungsstraße zwischen B300 und Staatsstraße 2020 – stehen mittlerweile. „Unser Ziel ist es, nächstes Jahr mit dem Bau beginnen zu können“, sagte Göppel. Ebenfalls 2021 will der Landkreis Unterallgäu die Babenhauser Ortsdurchfahrt der Kreisstraße MN8 auf einer Länge von 600 Metern zwischen Lindenkreuzung und Schulzentrum ausbauen. Der Markt werde in diesem Zuge den Mischwasserkanal teils erneuern und habe auch die Kosten für den Geh- und Radweg zu tragen, hieß es.

Es sei ein herausforderndes und arbeitsintensives Jahr gewesen: 17 Mal kam der Marktgemeinderat zu Sitzungen zusammen, ab dem Frühjahr in der Pausenhalle des örtlichen Schulzentrums. Im Mai, infolge der Kommunalwahl, machte sich das neu formierte Gremium mit neun neuen Mitgliedern an die Arbeit. Darüber hinaus trafen sich die Ausschüsse mehrmals, beispielsweise der Bauausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss. Nicht zu vergessen seien diverse Ortsbesichtigungen und gesellschaftliche Termine, wenngleich es deutlich weniger waren als üblich.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um sich bei denen zu bedanken, die einen Beitrag für die Allgemeinheit leisten, ob in Vereinen, Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Rettungsdiensten oder in anderen Bereichen. „Sie tragen gerade in der jetzigen so schwierigen Zeit mit ihrem Engagement dazu bei, dass das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde nicht gänzlich zum Erliegen kommt.“

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