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Illertissen

15.05.2019

Rund um das Vöhlinschloss soll es schöner werden

Bisher ist das Schloss von der Stadt aus schlecht zugänglich.

Das Schloss selbst ist in sehr gutem Zustand, seine Umgebung nicht überall. Der Bauausschuss will, dass sich das ändert.

Von einem wahren Ideenfeuerwerk haben die Illertisser Stadträte gesprochen, nachdem Stadtplaner Lukas Hoch seine Pläne für die Umgestaltung des Schlossareals vorgestellt hatte. Bereits vor einigen Monaten war der Vorschlag aufgekommen, den an vielen Stellen eher wenig attraktiven Bereich um das Vöhlinschloss aufzuwerten.

Ansatzpunkte gibt es viele (wir berichteten): Wege für Spaziergänger sollen attraktiver werden, beispielsweise als historische Themenwege oder mit Sitzbänken. Auch die Aussicht vom Schloss auf die Stadt und die Umgebung soll ermöglicht werden. Bisher, so analysierte Hoch, liege das sehr schöne und von vielen Einrichtungen genutzte Vöhlinschloss singulär auf dem Hügel oberhalb Illertissens. Er bezeichnete es als wenig „begeh- und erlebbar“. Es besser in den Ort einzubinden ist eines der übergeordneten Ziele des Stadtplaners.

Nur eine schrittweise Umgestaltung ist möglich

Einen ersten Schritt, um zumindest einige von Hochs Ideen irgendwann verwirklichen zu können, haben die Stadträte im Bauausschuss nun getan, indem sie mit ihrem Beschluss den Sanierungsbereich Schlossgarten erweitert haben. Denn nur für Maßnahmen auf Flächen innerhalb dieses Bereichs zahlt die Regierung von Schwaben Fördergelder. Doch auch wenn dieser Beschluss nun so gefasst wurde, können nicht alle Maßnahmen auf einmal durchgeführt werden. Das sei schlichtweg zu teuer, erklärte Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU), der auch die identitätsstiftende Bedeutung des Vöhlinschlosses für Illertissen unterstrich.

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Dieses Großprojekt, wenn es denn einmal begonnen wird, wird die Stadt über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, begleiten. Stadtplaner Hoch hat eine Reihe von Impulsprojekten vorgeschlagen, mit denen man die Sanierung anstoßen könnte. Dazu zählt zum Beispiel die Revitalisierung der Schlossgärten, bei der die ehemalige Schlossgartenanlage neu gestaltet werden soll. Auch ein Themenweg zur Schlossgeschichte, Terassengärten am Nordhang der Schlossallee oder die Erneuerung der Schlossbeleuchtung sind laut Hoch als Einstiegsprojekte denkbar.

Stadtrat Ansgar Batzner (Freie Wähler) sah in einer möglichen Umgestaltung der Schlossumgebung sogar eine Demokratisierung des Gebäudes, das ja aus feudaler Zeit stammt. Auch der dritte Bürgermeister Wolfgang Ostermann (SPD) lobte Hochs Pläne. Ihm gefalle, dass er Einheit in das Gelände bringe und ausreichend Zeit für die umfassenden Maßnahmen ansetze. Begeistert war auch Helga Sonntag (ÖDP/AB/Grüne): „Ich hoffe, wir kriegen dann viele Zuschüsse, dass wir das alles irgendwann realisieren können.“

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