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Vöhringen

18.10.2020

SPD Vöhringen: Ärger über Wahl des Zweiten Bürgermeisters

Die Vöhringer SPD traf sich zur ihrer Jahresversammlung.
Bild: Alexander Kaya

Plus Völlig überraschend wurde damals nicht SPD-Mann Daikeler gewählt. Manche Mitglieder des Vöhringer Orstvereins waren sauer. Bei der Jahresversammlung kam das Thema nochmal auf den Tisch.

Der Vöhringer SPD-Ortsverein setzt auf Kontinuität. Einstimmig wurde Volker Barth, als Stadtrat auch Fraktionssprecher seiner Partei, bei der Jahresversammlung im Sportpark in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt, das er nunmehr seit 20 Jahren ausübt. Zu seinem Stellvertreter wurde Ludwig Daikeler bestimmt.

Barth listete einige Themen auf, die nach wie vor auf der Agenda der Vöhringer SPD stehen. Das sind ein Geh- und Radwegkonzept, die Möglichkeit auszuloten, aus der Ulmer Straße eine Fahrradstraße zu machen, um den Verkehr zu bändigen und die Neue Rathaus-Mitte, die er als Riesenprojekt bezeichnete. Es werden Wohnungen entstehen, allerdings gelte es darauf zu achten, dass vor lauter Bauen die Infrastruktur nicht vernachlässigt wird.

Noch einmal wird über die Wahl des Zweiten Bürgermeisters diskutiert

Auch die zurückliegende Kommunalwahl rückte noch einmal in den Fokus. Die hatte bei einigen Mitgliedern einen bitteren Beigeschmack hinterlassen, besonders in Bezug auf die Wahl zum Zweiten Bürgermeister.

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Die stieß Werner Zanker noch nachträglich „mega-ärgerlich“ auf. Man rede im Stadtrat immer über die gute Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen, aber bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters sei davon nichts zu spüren gewesen. Zanker: „Das war eine reine Machtfrage.“ Was war passiert? Barth berichtete.

Volker Barth

Es sei in früheren Jahren mit Bürgermeister Karl Janson (FWG) Brauch gewesen, dass die FWG nie Anspruch auf den Posten des Zweiten Bürgermeisters erhoben habe. Das Amt des Zweiten wurde stets von der stärksten Fraktion besetzt, das war die CSU, den Dritten Bürgermeister stellte die SPD. Vonseiten der Freien Wähler sei dann aber dieses Mal der Vorschlag eingebracht worden, wenn schon der erste Bürgermeister von der CSU komme, könnte dessen Stellvertreter aus den Reihen der SPD kommen. Vorgeschlagen wurde Ludwig Daikeler. Für die CSU wäre dann die Position des Dritten Bürgermeisters geblieben. In internen Gesprächen hätten sich die Fraktionen auf diesen neuen Modus einigen können.

Daikeler wurde wieder Dritter Bürgermeister

Doch die Wahl ging anders aus. Zwei Räte mussten aus der Abmachung ausgeschert sein. Zweiter Bürgermeister wurde Herbert Walk, CSU-Mitglied und Stimmenkönig der Vöhringer Stadtratswahl. Ludwig Daikeler wurde zum Dritten Bürgermeister gewählt. Dieses Amt hatte er auch die Jahre zuvor bereits inne. Volker Barth sagte, die Wogen hätten sich inzwischen wieder geglättet, aber er selbst sei zunächst verärgert, die Irritation groß gewesen.

Im Rahmen der Jahresversammlung bestimmten die Vöhringer SPD-Mitglieder Rudi Janzik, Ingrid Siegl und Denice Himmel für die weiteren Vorstandsposten. Für die Bundeswahlkreiskonferenz wurden Volker Barth, Denice Himmel und Ludwig Daikeler benannt, beim Unterbezirksparteitag Neu-Ulm vertreten Volker Barth, Ludwig Daikeler, Rudi Janzik, Denice Himmel und Anne Schorer den Vöhringer Ortsverein.

Lesen Sie dazu auch: Wahlkrimi bei erster Sitzung des Vöhringer Stadtrats

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